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Pressestimmen


Bruckner umarmte Sulzer
Musica Sacra: Hard-Chor und Jeunesse Chor begeisterten in Linz
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 21.11.2016


Viele Stimmen ließen Bruckner erklingen
"Neues Volksblatt" vom 21.11.2016


Bruckner-Zyklus bei "Musica sacra"
Ein krönendes Finale
"Kronen Zeitung" vom 21.11.2016


Brucknerfest: Junge Künstler begeisterten
"Neues Volksblatt" vom 26.09.2016


Leidenschaftliche Streiter um Gottesfrieden
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 26.09.2016


Packendes Stiftskonzert mit Bruckner-Messe in St. Florian:
Jubel, Poesie und Kontemplation
"Kronen Zeitung" vom 04.07.2016


Sakrale Musik als Ereignis
"Neues Volksblatt" vom 04.07.2016


Ein großartiges OÖ. Stiftskonzert in St. Florian:
Bruckners Messe betörte
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 04.07.2016


Chorgesang, irgendwo zwischen Himmel und Erde
Der Jeunesse Chor begeisterte zum Auftakt der Musica-sacra-Reihe "Final" in der Linzer Minoritenkirche
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 12.04.2016

Am Sonntag eröffnete der Linzer Jeunesse Chor die abschließende Konzertserie "Final" der Musica-sacra-Reihe mit einem wunderbar zusammengestellten Programm vorwiegend englischer und skandinavischer Chormusik.
Wolfgang Mayrhofer folgt nicht den modischen Strömungen, wonach Klangflächenstücke im Trend sind und Chormusik der Renaissance zunehmend den Spezialensembles für Alte Musik überlassen wird. Er spannt mit seinem Chor einen großen Bogen von William Byrd ("Laudibus in sanctis" und "Civitas sancti tui") und Orlando Gibbons ("Hosanna to the Son of David") bis zum 1961 geborenen Gabriel Jackson, der zurzeit ein regelrechter Star der internationalen Chorszene ist.

Stimmliche Eleganz
Dabei wird deutlich, dass der Jeunesse Chor nicht nur über eine vorzügliche Klanglichkeit verfügt, sondern dass er mit bestechender Diktion auch die heiklen polyphonen Passagen der Alten Musik zu meistern versteht, ohne die stimmliche Eleganz zu verlassen.
Dieser hat sich in den vergangenen Jahren durchaus prägnanter gestaltet, setzt passend zu den Stücken packende Akzente und scheut sich auch nicht, bei Höhepunkten wirklich exzessiv aus sich herauszugehen und so eine klangliche Bandbreite vom zarten Pianissimo bis zum volltönenden Fortissimo anzubieten. Da klingt nicht nur die Musik der Renaissance fein, sondern auch spätromantische Werke wie Charles Villiers Stanfords "Beati quorum via", William H. Harris’ "Faire ist the Heaven" oder das auf die venezianische Mehrchörigkeit zurückgreifende "Nunc dimittis" von Gustav Holst.
Ergänzt wurde diese edle Auswahl an englischer Kirchenmusik durch Edvard Griegs "Wie bist du schön", Trond Kvernos "Ave maris stella", Knut Nystedts groß angelegte Motette "If You Receive My Words" und eben das "Salve Regina" von Gabriel Jackson. Sehr gelungen und höchst sensibel und beredt gestaltet der instrumentale Kontrapunkt, den die junge Oboistin Theresa Haglmüller mit Benjamin Brittens "Six Metamorphoses after Ovid" op. 49 setzte. Ein rundum stimmiges, restlos begeisternd umgesetztes und höchst emotional interpretiertes Programm. ✪✪✪✪✪✪ (Michael Wruss)
Musica sacra: Konzert des Linzer Jeunesse Chors, Minoritenkirche Linz, 10. April



"Krone" Kritik
"Kronenzeitung" vom 12.04.2016

Unter dem Titel "Himmel & Erde" gab es im Rahmen der Linzer musica-sacra-Reihe in der übervollen Landhauskirche ein in Programmwahl und musikalischer Realisierung mit dem von Wolfgang Mayrhofer geleiteten Linzer Jeunessechor eine exzellente Musikveranstaltung. Diesmal überraschten hinreißende Kompositionen von William Byrd und Orlando Gibbonds, aufgelockert durch Brittens Metamorphosen für Oboe solo, meisterlich musiziert von der jungen Theresa Haglmüller, einer dem Chor zugehörenden Doppelrohrblattvirtuosin. Außerdem beeindruckten auch die blendend formulierten und als betäubend schöne Spätromantik wirkenden Kompositionen von Holst und den Skandinaviern Grieg, Nystedt und Kverno. Zu Recht jubelnder Beifall! (Balduin Sulzer)


Jeunesse Chor unter Wolfgang Mayrhofer im Alten Dom:
Ständchen für und mit Anton Bruckner
"Kronen Zeitung" vom 09.09.2015


Volles Gotteshaus für Anton Bruckner
"Neues Volksblatt" vom 08.09.2015


Tosender Beifall für Jeunesse Chor
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 11.11.2014

Mit dem "Jeunesse Chor Linz", hervorragend geleitet von Wolfgang Mayrhofer, startete "Musica sacra" zum 190. Geburtstag Bruckners eine dem Meister gewidmete Mini-Reihe bis 2016.

Zu hören war mit den klaren, schönen Stimmen eine differenzierte, höchst lebendige Musik. Im Mittelpunkt: Bruckners 114. Psalm, als Auftragswerk des Landes fortgesetzt vom Welser Helmut Schmidinger (*1969), in einer gut klingenden, aber nie strapazierten Moderne. Tosender Beifall, auch für drei Orgel-Improvisationen des Linzer Domorganisten Wolfgang Kreuzhuber. (Franz Zamazal)


Bruckner, gespiegelt in erlesener Chormusik
"Neues Volksblatt" vom 11.11.2014

Der 190. Geburtstag des Ansfeldner Meisters Anton Bruckner war am Sonntagabend der rote Faden im „Musica sacra“-Konzert des Linzer Jeunesse Chors unter Wolfgang Mayrhofer, der die „Spiegelungen“ mit Sorgfalt wählte und verblüffende Parallelen an erlesener Chormusik zu Bruckner präsentierte. Ein Meister Perotin, ein Orlando di Lasso passten in der Linzer Minoritenkirche genauso wie Pierluigi da Palestrina in das an Bruckner angelehnte Programm.

Fein dosiert, sauber und auswendig erklangen die bekannten Bruckner-Motetten „Os justi“, „Ave Maria“, „Virga jesse“ sowie ein eher unbekanntes fünfstimmiges „Alleluja“ mit drei Posaunen. An Bruckners Psalm 114 (WAB 36) knüpfte der Welser Komponist Helmut Schmidinger (*1969) mit seinem neuen Auftragswerk an und versuchte mit dem Psalm 114/116 für gemischten Chor und drei Posaunen eine gelungene Fortschreibung in seiner eigenen Tonsprache: „Ich glaube, darum rede ich“. Brahms' Motette „Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz“, Herwig Reiters rhythmisch anspruchsvolles „Alleluja“, zwei „Tota pulchra es“ des Norwegers Ola Gjeilo (*1978) und - als Zugabe - von Augustinus Franz Kropfreiter machten das Chorkonzert zu einem ganz besonderen Gesamtkunstwerk.

Dem großen Orgelimprovisator Bruckner huldigte Domorganist Wolfgang Kreuzhuber mit drei Einwürfen. Der Applaussturm galt den Sängern und Posaunisten aus dem Musikgymnasium und vor allem Wolfgang Mayrhofer. (Christine Grubauer )


Konzert des Linzer Jeunessechores in der Landhauskirche
Fulminantes Posaunentrio
"Kronenzeitung" vom 11.11.2014

Ein sehr erfrischendes Konzert des Jeunessechores unter Wolfgang Mayrhofer in der Linzer Landhauskirche: Der Abend war geprägt von einem Programm zum 190. Geburtstag von Anton Bruckner und darüber hinaus von einer Uraufführung von Helmut Schmidinger, der Bruckners Psalm 114 vollendet hat.

Der 190. Geburtstag Anton Bruckners gab die Veranlassung, die Konzertprogramme der laufenden Saison textlich, musikalisch und stilistisch auf die Persönlichkeit des Komponisten abzustimmen. So auch bei diesem Abend der Reihe "Silent". Wir hörten am Sonntag die Motetten "Os justi", "Ave Maria" und "Virga Jesse", dazu gab es Stücke von Perotin, Lasso, Palestrina und Brahms.

Für Bruckners wenig bekannten, unvollendet gebliebenen "Psalm 114 für gemischten Chor und drei Posaunen" wurde der Welser Komponist Helmut Schmidinger beauftragt, ihn fertig zu stellen. Was namentlich durch die Art der Posaunenverwendung eine effektvoll hinreißende Uraufführung ergab. Das jugendliche Posaunentrio des Linzer Musikgymnasiums zeigte in Klang- und Bewegungsgestaltung unübertreffliche Fulminanz.

Den Höhepunkt seiner Singkunst erreichte der Jeunessechor unter Wolfgang Mayrhorfer fraglos im Finalstück des Abends, "Das kleine Alleluja" von Herwig Reiter (geb. 1941). (Balduin Sulzer)


Eindrucksvolle Gesangskunst bei Musica Sacra
Der Linzer Konzertreihe "Musica Sacra" sind inhaltsreiche Werke abseits des alltäglichen Konzertbetriebs zu verdanken.
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 08.04.2014

Das Programm des hervorragenden "Linzer Jeunesse Chores", vorbildlich geleitet von Wolfgang Mayrhofer, stellte Frühbarock, Klassik und 20. Jahrhundert gegenüber und erntete mit der perfekten Aufführung tosenden Beifall.

Der exzentrische italienische Fürst Carlo Gesualdo di Venosa (1560–1613) schrieb expressive Musik. Die Qualitäten des Chores haben im A-cappella-Satz von "Responsorien" den ungewöhnlich klingenden Inhalt zum Greifen nahe gebracht und einen intensiven Eindruck hinterlassen. Der aus Oslo stammende Komponist Knut Nystedt (*1915) schöpft aus den Klangmöglichkeiten der menschlichen Stimme. Die Sänger haben bei den nicht gerade einfachen Chören die Akkorde und deren Leben hervorragend vermittelt.

Ein weiterer Höhepunkt war das anspruchsvolle, selten aufgeführte "Stabat Mater" von Joseph Haydn. Das Solistenquartett aus Gerlinde Illich, Christa Ratzenböck, Jan Petryka und Martin Achrainer erfreute mit klangvollen Stimmen. Die instrumentalen Aufgaben erfüllte wunschlos das kleine "Ensemble Sonare Linz". Wolfgang Mayrhofer leitete das Konzert prägnant und feinfühlig, aber dennoch auf packende Wirkung bedacht. (Franz Zamazal)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 08.04.2014

Joseph Haydns "Stabat Mater" für Soli, Chor und Orchester im Rahmen eines Passionskonzertes der "Musica Sacra" in der übervollen Linzer Landhauskirche: Die Wiedergabe dieser herrlichen Komposition aus dem Jahre 1768 geriet - namentlich im auf effektvollste Bravour gearbeiteten Finalsatz - einfach perfekt. Das kristallklar musizierende Orchester (Ensemble Sonare Linz), der in Artikulation und Klanggestaltung vorzügliche Linzer Jeunessechor, das spektakuläre Solistenquartett und der speziell in der Tempo- und Artikulationsgestaltung überragende Dirigent Wolfgang Mayrhofer: alles in allem ein Glücksfall! Weniger überzeugten die A-capella-Stücke von Gesualdo und Nystedt, die in der Intonationssauberkeit und in der Synchronisierungssorgfalt hörbare Defizite aufwiesen. (Balduin Sulzer)


"Musica Sacra" und Matinee: Zweimal Arvo Pärt
"Kronenzeitung" vom 27.01.2014

Zweimal Arvo Pärt in Linz: der Ideologe kontemplativer musikalischer Vorgänge gab ein sensationelles Gastspiel bei "Musica Sacra" in der Urfahraner Friedenskirche und stand auch beim "Festival Klavier" im Brucknerhaus am Programm.

Der "Hard-Chor" unter Alex Koller, der "Jeunesse-Chor" unter Wolfgang Mayrhofer, das Streichorchester des Linzer Musikgymnasiums, sowie die Altistin Christa Ratzenböck, Vera Kral (Geige), Laura Jungwirth (Bratsche), Sebastian Pauzenberger (Schlagwerk) und Bernhard Prammer (Orgel) besorgten die Klangqualität in der Friedenskirche.

Sonntagsmatinee beim "Festival Klavier" im Linzer Brucknerhaus mit dem unter Dennis Russell Davies erfreulich aufgeweckten Bruckner Orchester: Das 3. Klavierkonzert von Rachmaninow wurde zum Glanzpunkt, zumal Solist Sergej Redkin mit Kraft und Poesie seinen Part realisierte. Auch hier gab's etliche zur Blässe niegende Musiken von Arvo Pärt. (Balduin Sulzer)


Der Komponist Arvo Pärt wurde in Linz gefeiert
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 27.01.2014

Die Reihe "Musica sacra" gestaltete vor allem mit einem vokalen Großaufgebot einen wesentlichen Beitrag zum Fest für den aus Estland stammenden Komponisten Arvo Pärt (geboren 1935).Das Konzert in der vollen Friedenskirche stand unter der Patronanz von Dennis Russell Davies. Der Komponist gestaltete die Generalprobe, war Gast bei der Aufführung und wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Der "Hard-Chor" (Leitung Alexander Koller) und der Linzer Jeunesse Chor (Leitung Wolfgang Mayrhofer) haben die sehr persönliche Klangwelt des Komponisten, die sich durch Knappheit und Prägnanz auszeichnet, mustergültig vermittelt. Mit der Interpretation von geistlichen Vokalwerken aus Pärts Schaffen ergab sich ein Konzert, dessen Klänge zu Meditationen und Reflexionen führen. Dabei ist für sich gesehen das musikalische und asketisch kompakte Erlebnis von Klängen und Linien keinesfalls als gering zu werten.

Die Programmauswahl war bedacht, möglichst viele Facetten der großen Ausdrucksvielfalt und die thematischen Inhalte sowie deren abwechslungsreiche musikalische Ausformung zu zeigen. Die Leistungen der Interpreten verdienen volle Anerkennung. Bernhard Prammer vermittelte auf der Orgel eine sinnstarke Variationenkette.

Mit kleineren, aber nicht weniger wichtigen Aufgaben waren Christa Ratzenböck (Mezzosopran) sowie Streicher als Solisten und Orchesterformation in den erlebnisreichen Abend eingebunden. (Franz Zamazal)


Chorfest für einen illustren Gast
Arvo Pärt und seine einzigartige Klangwelt in der Friedenskirche
"Neues Volksblatt" vom 27.01.2014

In Scharen strömten die Besucher am Samstag in die Friedenskirche in Urfahr zu einem „musica sacra“-Abend mit nur zeitgenössischen (!) Werken. Für den estnischen Komponisten Arvo Pärt (78), der gerade in Österreich weilt und mit Aufführungen in Salzburg, Wien und Linz geehrt wird, haben Hard Chor und Linzer Jeunesse Chor ein großartiges Chorfest in seiner Anwesenheit gestaltet. Und sie haben den gesamten Kirchenraum mit einer Musik beschallt, die an keinem anderen Ort diese großartige Wirkung erreicht hätte.

Als einer der populärsten Komponisten der Gegenwart ist Arvo Pärts persönliche Sprache in kein gewohntes Schema im zeitgenössischen Musikschaffen einzureihen. Seine schöpferische Kraft baut bei sparsamem Materialaufwand auf größte Einfachheit, kontemplative Ruhe und Klarheit der Aussage. Es ist eine singuläre Klangwelt, die technisch meist aus den verschiedensten Farben eines Dreiklangs bestimmter Tonqualität drei glockenähnliche Klänge erzeugt. Diese hat Pärt zu dem für ihn signifikanten „Tintinnabuli"-Stil („Glöckchenspiel") geführt. Der simple Notentext liefert für den Hörer ohrenfreundliche Töne, deren Verarbeitung leicht anmutet, umso schwieriger ist jedoch die Ausführung und das Auf- und Entdecken einer so individuellen Auseinandersetzung mit musikalischen Mitteln.

Es war erstaunlich, wie mühelos sich die jungen Sänger in Pärts Klangwelt einlebten und welches Stimmenreservoir für derart schwierige Aufgaben in Linz zur Verfügung steht. Die Leiter und Dirigenten Alexander Koller (Hard Chor) und Wolfgang Mayrhofer (Jeunesse) haben wunderbare Probenarbeit geleistet, zu der ihnen der Meister selbst nach dem „letzten Schliff" mit den Sängern gratulierte.

Das Programm enthielt fast nur Musik religiösen Inhalts in verschiedensten Besetzungen. Entstanden ist sie nach endgültiger Stilreife von Pärt, der sich früher durchaus auch an anderen Techniken orientierte. Zu hören waren A-cappella-Chöre, zwei Männerchöre, der bis zur Achtstimmigkeit wachsende polyphone „Salve Regina Chor“, begleitet von der Orgel, die Bernhard Prammer auch in anderen Werken betreute. Christa Ratzenböck lieh ihre ausdrucksstarke Altstimme einer düsteren Motette nach Clemens Brentano. Vera Kral (Violine), Laura-Maria Jungwirth (Viola), Sebastian Pauzenberger (Schlagzeug) und ein Streichorchester des Musikgymnasiums Linz musizierten eifrig mit in dem grandiosen Chorfest. Es gab Beifallsorgien. (Georgina Szeless)


Uraufführungen und Matinee
Viel Applaus beim "Festival vocale" im Linzer Brucknerhaus
"Kronenzeitung" vom 04.11.2013

"Festival vocale" im Linzer Brucknerhaus: Mit dem Linzer Jeunesse-Chor war am Samstag wieder eine überraschend qualitätsvolle Chorformation zu hören. Sie glänzte mit vorzüglicher Intonation und sprachlicher Brillianz. Eine in ihrer Art fesselnde Matinee gab es gestern, Sonntag, mit dem CrossNova-Ensemble.

Das kurzweilige Programm des Linzer Jeunesse-Chores unter Wolfgang Mayrhofer bot A-cappella Stücke von Byrd, Monteverdi, Brahms und den "Gesang der Engel", eine Uraufführung des anwesenden Komponisten Herwig Reiter. Auch lebhafte Werke von Whitacre, Barber, Wilson, Kalmer und eine weitere Uraufführung - "Tu, amante" des auch meditative Elemente einschleusenden Komponisten Erland M. Freudenthaler - ernteten viel verdienten Applaus.

Das CrossNova-Ensemble mit Sabine Nova (Geige), Rainer Nova (Klavier), Leonard Eröd (Fagott) und Heidemarie Oberthür (Gesang) begann, quasi improvisierend, mit Meditationen über Elemente der Romanik von Schumann und Brahms. Und mit "Dichterliebe reloaded", gearbeitet von Rainer Nova und Andreas Thaller, nahmen die musikalischen Entwicklungen phasenweise dann sogar geniale und charismatische Ausmaße an. (Balduin Sulzer)


Beeindruckende Chor-Novitäten
Festival Vocale: Linzer Jeunessechor im Brucknerhaus
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 04.11.2013

Der dritte Abend des Festival Vocale im Brucknerhaus stand im Zeichen der A-cappella-Chormusik und präsentierte den Linzer Jeunessechor unter seinem Gründer und Leiter Wolfgang Mayrhofer mit einem Programm rund um Liebe und Vergänglichkeit – ein Streifzug von der Renaissance über die Romantik bis in unsere Zeit, die durch zwei bemerkenswerte Uraufführungen repräsentiert wurde.

Zum einen die zweite Fassung des nach Gerhart Hauptmanns „Hanneles Himmelsfahrt“ komponierten Chorwerks „Gesang der Engel“ von Herwig Reiter , bei der sich zu den beiden schon ursprünglich verwendeten Soloinstrumenten sechs weitere Instrumente (Studenten des Musikgymnasiums Linz) gesellen, die den klanglich opulenten Schluss noch steigern. Faszinierend der „Prolog“, in dem die Szene, in der das todkranke Hannele von einer Vision in Gestalt seiner verstorbenen Mutter heimgesucht wird, quasi als instrumentales Rezitativ vertont wurde. Der Text wird nur durch Violine (Josef Herzer) und Viloncello (Lisa Kilian) klanglich-emotional wiedergegeben. Erst danach kommt der Chor hinzu und verdichtet sich zusehends bis zum finalen Höhepunkt.

Ganz anders Erland M. Freudenthalers „… tú amante …“, ein Liederkonglomerat nach Texten von Rafael Alberti, Franz Wurm und Juan Ramón Jiménez, das erdige Farben mit gesprochenem Text und spannenden Harmonien verbindet und diese zum Licht führt. Beide Novitäten wurden mit großem Einsatz vom Jeunessechor überzeugend interpretiert. Fein auch die „Reincarnations“ op. 16 von Samuel Barber, Stefan Kalmers faszinierendes „When Shall We Three Meet Again“ und Johannes Brahms’ großangelegte Mottete „Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen?“ op. 74/1. (wruss)


Festwürdige Stimmen in Hochform
Jeunessechor zu Allerseelen bei „Festival Vocale“ im Linzer Brucknerhaus
"Neues Volksblatt" vom 04.11.2013

Der Linzer Jeunessechor sang in der viertägigen Konzertreihe des Brucknerhauses „Festival Vocale“ am Allerseelentag im gut besuchten Mittleren Saal ein Jahrhunderte umspannendes Programm Alter und Neuer Musik — und beging zugleich sein 30-jähriges Bestandsjubiläum. Das 35-köpfige Ensemble bewies unter der künstlerischen Leitung von Wolfgang Mayrhofer erneut seine Qualitäten: Flexibilität in der Tongebung, makellose Intonation, feine Balance von Tempo und Dynamik und nicht zuletzt die Freude am Singen machen die Sänger zu einem Aushängeschild der Linzer Chorszene. Der Vortragskunst des Chores sind keine Grenzen gesetzt. Der Schwierigkeitsgrad der Stücke spielt keine Rolle.

Ausgehend von den alten Meistern William Byrd und Claudio Monteverdi führte das Programm nach einer Brahms-Motette zu jüngerer Chorliteratur und zwei Uraufführungen, denen viel Interessantes abzugewinnen war. Herwig Reiter steuerte „Gesang der Engel“ bei — nach einem Text von Gerhard Hauptmann („Hanneles Himmelfahrt“). Und von Erland M. Freudenthaler beeindruckte ein spanisch gesungener Liederzyklus, betitelt ... tú, amante ... Für weitere Höhepunkte sorgten der in letzter Zeit gefragte Amerikaner Eric Whitacre mit seinen freitonalen Klangflächen, weiters Samuel Barber mit „Reincar- nations“ op. 16, der rhythmisch anheizende Brian Wilson, kreativer Kopf der Beach Boys, und Stefan Kalmer mit dem Auftritt der 3 Hexen aus Shakespeares „Macbeth“. Instrumental hervorragend begleitet wurde der Chor von Josef Herzer (Violine), Lisa Kilian (Cello) und einem Ensemble des Linzer Musikgymnasiums in der Komposition von Herwig Reiter. Auf den heftigen Beifall folgten drei Zugaben — und die waren noch zu wenig. (Georgina Szeless)


Kropfreiter hätte sich mehr als gefreut
Gedenkkonzert zum 10. Todestag des Komponisten in der Stiftsbasilika St. Florian
"Neues Volksblatt" vom 28.09.2013

Augustinus Franz Kropfreiter nimmt in der Musikgeschichte Oberösterreichs und darüber hinaus einen wichtigen Platz ein: Ein Gedenkkonzert zum 10. Todestag im Rahmen des Brucknerfestes war also mehr als angebracht. Leider wurde wenig in die Werbung investiert und mit einer Parallelveranstaltung im Brucknerhaus verhindert, dass der Abend in der Stiftsbasilika St. Florian gut besucht war — tut sich damit ein Brucknerfest selbst etwas Gutes?

Andreas Ettlinger spielte zur Eröffnung aus dem zahlreichen Orgelschaffen „Introduktion und Passacaglia“ (1961): Ganz im Sinne des Erfinders hörte man die Registerwahl an der Brucknerorgel, auch im Geschmack der Tempi und der Phrasierung wusste er, Kropfreiter in den Raum zu zaubern. Interessant die darauffolgende Gegenüberstellung von „Tota pulchra“-Komposi- tionen von Kropfreiter und Bruckner: erstere in erstaunlich traditionellem Tongewand; letztere in gelungener dynamischer Gestaltung durch den Linzer Jeunesse-Chor (Leitung: Matthias Giesen) leider nicht immer ganz intona- tionsrein.

Kropfreiters letzte (unvollendete) Komposition ist ein „Canticum Sancti Floriani martyris“ für Bariton, Sopran, Chor und Orchester, das von Thomas Daniel Schlee orchestriert und fertiggestellt wurde. Das wirkungsvolle viersätzige Werk erlebte durch die jugendlichen Stimmen des Chores, zwei gute Solisten und das bestens disponierte Altomonte-Orchester eine mustergültige Aufführung, über die sich der Komponist mehr als gefreut hätte.

Mutiges Wagnis TeDeum als Abschluss
Und wiederum wäre es dienlich gewesen, den Text mitlesen zu können, wieder einmal versagte das Programmbuch: Nicht nur, dass unwahre Angaben in der Einführung zu lesen waren — nicht einmal die Solisten waren es wert, vollständig genannt zu werden, so auch für das abschließende TeDeum von Anton Bruckner. Ein mutiges Wagnis, in einem Internationalen Brucknerfest dieses Gedenkkonzert damit zu schließen. Die etwas „kalte“ Interpretation (mit dem Mozartchor des Musikgymnasiums verstärkt) war weniger an Vorbildern orientiert, eigenständig, wohl interessant, aber in Stellen wie „Te ergo quaesumus“ und „Salvum fac populuum tuum“ gar sehr emotionsarm. Da hätte man sich schon noch Steigerungen in den wiederholten Rufen gewünscht.

Dennoch muss man sagen, dass die insgesamt mehr jugendlichen Ausführenden (in der Anzahl wohl mehr als anwesende Zuhörer) mit dem ambitionierten Dirigenten Matthias Giesen „ganze“ Arbeit geleistet und mitgeholfen haben, in diesem Brucknerfest auch einen Bruckner-Akzent zu setzen. (Rupert Gottfried Frieberger)


Bruckners legitimer Erbe
Brucknerfest: Zum 10. Todestag von Augustinus Franz Kropfreiter
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.09.2013

Augustinus Franz Kropfreiter (1936–2003) gilt „als legitimer Erbe“ Bruckners. Beide versahen ihren Dienst an der großen Orgel im Stift St. Florian. Das Gedenkkonzert gestalteten das vorzügliche „Altomonteorchester St. Florian“, der Linzer Jeunesse Chor (Leitung Wolfgang Mayrhofer) und eine vokale Hundertschaft durch den Zusammenschluss mit dem Linzer Mozartchor. Solisten waren Regina Riel mit scharfem Sopran, Irene Wallner mit angenehmem Alt, Markus Miesenberger mit deutlichem, schönem Tenor, Michael Wagner mit wohlklingendem Bass und Mathias Hausmann mit wirkungsvollem Bariton. Die große Orgel meisterte Andreas Etlinger sicher mit ausgezeichneter Registerwahl. Die Gesamtleitung hatte Matthias Giesen, Musikverantwortlicher des Stiftes, der die Mitwirkenden gewissenhaft durch die Tücken der Partituren führte. Ein virtuoses Orgelstück Kropfreiters führte in dessen eigenständige, herbe Tonsprache ein. Die Chormotette „Tota pulchra es Maria“ vermittelte der Jeunesse Chor vorzüglich. Kropfreiters Kantate „Gesang des heiligen Märtyrers Florian“, fertiggestellt von Thomas Daniel Schlee, blieb leider ein textloses Musikerlebnis, da ohne Inhaltsangabe oder Text. Die Leistungen aller Mitwirkenden verdienen volle Anerkennung. Bruckners großartiges „Te Deum“ sangen die Chöre dramatisch und intensiv, höhensicher und majestätisch. (fz)


"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 28.09.2013

Gedenkkonzert zum 10. Todestag des Komponisten Augustinus Franz Kropfreiter in der Stiftsbasilika St. Florian: Das Programm brachte Kropfreiters "Introduction und Passacaglia für Orgel" mit Andreas Etlinger als meisterhaftem Solisten. Darauf "Tota pulchra es" und das feingliedrige "Canticum Sancti Floriani Martyris". Schließlich das "Tota pulchra es" von Bruckner und dessen "Te Deum" - Stücke, welche den Jeunesse Chor, den Chor des Musikgymnasiums, das Altomonte-Orchester und die Dirigenten Matthias Giesen und Wolfgang Mayrhofer ins rechte Licht rückten. (Balduin Sulzer)


Jeunesse-Mozart wurde stürmisch beklatscht
Der „Linzer Jeunesse Chor“ entwickelte sich aus einem kleinen Ensemble zu einem leistungskräftigen Klangkörper, gerade recht für Oratorien und ähnliche große Partituren.
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 24.04.2013

Aus Anlass seines 30-Jahr-Jubiläums wurde Mozarts anspruchsvolle c-Moll-Messe, KV 427, in der Linzer Friedenskirche wirkungsvoll aufgeführt. Das Klangspektrum der Messe reicht von überwältigender Monumentalität bis hin zu einem recht persönlich innigen Ausdruck, überdies von eindringlicher Intensität bis hin zu klanglichen Explosionen

Dirigent Wolfgang Mayrhofer führte den großen Klangkörper souverän und hat so die besondere Form und Aussagekraft der Partitur voll und ganz auf den Punkt gebracht. Die Solisten ließen keinen Wunsch offen: Elisabeth Wimmer passte mit ihrem strahlenden Sopran harmonisch zu Gerlinde Illich (2. Sopran), die mehr verinnerlichte Töne beisteuerte. Jan Petryka nützte die eher bescheidenen Aufgaben zu seinem Vorteil. Bassist Manfred Mitterbauer machte das feine Solistenquartett vollständig.

Der Chor realisierte alle Facetten wie am Schnürchen und das auch im 8-stimmigen Satz. Das versierte „Ensemble sonare“ hat sich überdies mit den vorzüglichen Holzbläsersolisten und den Musikern mit den „alten“ Blechblasinstrumenten in allen instrumentalen Belangen bewährt. Stürmischer Beifall. (Franz Zamazal)


Der Jeunesse-Chor jubilierte
Friedenskirche Linz: Mozarts Große Messe in c-Moll mit Ensemble „Sonare"
"Neues Volksblatt" vom 23.04.2013

Sein 30-jähriges Bestehen feierte der Jeunesse-Chor Linz unter Wolfgang Mayrhofer am 21. April mit einer hochrangigen Antwort auf die künstlerische Herausforderung von Mozarts „Großer“ Messe in c-Moll. Im harmonischen Zusammenwirken mit dem bestens disponierten Ensemble „Sonare“ gelang in der etwas überakustischen Friedenskirche Linz vor 800 Besuchern eine denkwürdige Aufführung dieser großartigen Sakralmusik. Mozarts unvollendet gebliebenes Werk glänzt in seinem ungewöhnlichen Aufbau, seiner überreichen musikalischen Substanz und musikhistorischen Bedeutung in einer Reihe mit Bachs h-Moll-Messe und Beethovens Missa Solemnis. Demgemäß stellt es mit Doppelchörigkeit und opulenten Fugen hohe Ansprüche, denen die Ausführenden teils in beglückendem Maß gerecht wurden. Dies gilt vor allem für den Chor und seinen Leiter, dem es gelang, seine aus dem ganzen Land und noch weiter herbeigeeilten Getreuen zu Höchstleistungen zu führen.

Drei Damen setzten Glanzlichter
Das Orchester passte sich diesem Niveau eindrucksvoll an. Drei Damen setzten im Holzbläser-Trio der feinen Pastoralmusik des „Et incarnatus est“ Glanzlichter. Was die Soli betrifft, hat Mozart im Sinne seiner Frau Constanze die Emanzipation etwas überbetont: Es überwiegen deutlich die Sopran-Soli gegenüber Tenor und Bass; letzterer muss gar bis zum Schluss warten, ehe er im Quartett des „Benedictus“ mitsingen darf. Das Betonen der Soprane bringt diesen unweigerlich nicht nur höhere Belastung, sondern auch den Focus der Beachtung, die diesmal Elisabeth Wimmer und Gerlinde Illich zuteil wurde. Erstere verfügt über einen hellen, oft strahlenden Sopran, dessen Volumen allerdings differenzierte Ausdrucksmöglichkeiten überdeckt und Intonationsschwankungen nicht ausschließt. Illichs Stimme kann zwar auch dem Forcieren nicht widerstehen, neigt aber zu einem sanfteren, runden Mezzo. Jan Petryka pflegt einen klaren lyrischen Tenor von kleinerem Volumen, und der bodenständige Manfred Mitterbauer nützt die einzige (s. o.) Gelegenheit, die Vorzüge seines wohltemperierten Basses zu demonstrieren.

Ein emotionaler Gedankengang
Die zum Teil werkbedingte Inhomogenität des Solistenquartetts kann freilich den Eindruck „beglückend“ nicht relativieren: Denn die Tatsache, dass alle vier Solostimmen, von denen drei im Ausland engagiert sind, künstlerisch im Musikgymnasium Linz wurzeln, führt im Blickwinkel der 30-jährigen Tradition des auch aus dem Musikgymnasium stammenden Jeunesse-Chors zu einem emotionalen Gedankengang — wie das Erlebnis dauerhaft gemeinsamen Musizierens und Schulens Identität prägt. Und welche künstlerische Wirkung diese gemeinsame Identität entfalten kann, das war für das mitfeiernde Konzertpublikum besonders spürbar. (Paul Stepanek)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 11.09.2012

Mahlers kolossale "Dritte" mit ihrer gut 30 Minuten dauernden "Ersten Abteilung" war das erste Konzert des Brucknerfestes und wurde als Klassische Klangwolke hinaus in den Linzer Donaupark übertragen: insgesamt Kraft und Pracht vermittelnd, sozusagen ein elitärer musikalischer Gewaltakt. Auf die instrumentale Poesie des 2. und 3. Satzes folgt das von der Altistin Petra Lang kontemplativ vorgetragene Arioso "O Mensch, gib acht!", dem der Satz "Es sungen drei Engel" folgt, vorgetragen von den Damen des Linzer Jeunesse-Chores (Einstudierung Wolfgang Mayrhofer) und vom Kinderchor des Linzer Landestheaters (Einstudierung: Ursula Wincor). Und schließlich der Finalsatz: hinreißende Musik, zunächst mit betäubend feingesponnenem Streicherklang, der vom Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies zu atemberaubenden symphonischen Eruptionen entwickelt wird. Tausende lauschten Mahler im Donaupark und waren lautstark begeistert. (Balduin Sulzer)


Intensiver Mahler bei Klangwolke im Donaupark
Klassische Klangwolke im Linzer Donaupark mit Gustav Mahlers III. Symphonie
Oberösterreichische Nachrichten vom 11.09.2012

Viel Jubel im nur etwas mehr als zur Hälfte besetzten großen Saal des Brucknerhauses für Mahlers III. Symphonie, aufgeführt vom Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies und als Klassische Klangwolke in den Donaupark übertragen. Mahlers III. ist ein Kompromiss, denn die ursprüngliche Idee einer „Stufenfolge des Werdens“ im Sinne eines Bogens vom ersten bis zum letzten Satz hat Mahler selbst verworfen beziehungsweise meinte er noch vor Abschluss der Symphonie, dass „aus den großen Zusammenhängen, von denen mir anfangs träumte“, nichts geworden sei. Das ursprüngliche Finale fiel weg und wurde in der IV. Symphonie verwendet, der dritte, später als fünfter Satz geplante Teil wurde schließlich zum leidenschaftlichen Abschluss eines großen Werks, dem Mahler ursprünglich auch ein Programm angelehnt an Nietzsches „Zarathustra“ gab

Von unglaublicher Dichte
Dennoch entstand ein Werk von unglaublicher Dichte, schärfsten Kontrasten und einer in vieler Hinsicht sehnsüchtig verträumten und zugleich vorwärtsstürmenden Intention. Ein Werk, das trotz der keinesfalls einfachen Entstehungsgeschichte beim Publikum von Anfang an riesigen Erfolg hatte. So auch beim Konzert am Sonntag. Und da sieht man die Kraft der Musik, die auch herüberkommt, wenn am Abend nicht alles so läuft, wie man es vom Bruckner Orchester erwarten würde. So trübten die vielen kleinen Pannen und die nicht bis ins Letzte geschärfte Intonation bei den Blechbläsern ein wenig die Freude, und auch so manches Solo hätte mehr Kontur vertragen. Das mag aber auch daran liegen, dass diese Symphonie aufgrund ihres in höchst unterschiedliche Abschnitte zerfallenden ersten Satzes und ihrer fast janusköpfigen Gestaltigkeit unter den Sätzen das Spannen eines Bogens sehr schwer macht und dass man Gefahr läuft, sich in diesem Kosmos zu verlieren.
So gab es wunderbare Abschnitte – vor allem das sehr intensiv musizierte Finale –, aber auch Passagen, die in ihrer Gestalt und Aussage ein wenig vage und undeutlich blieben. Gerade der vierte Satz blieb ein wenig spannungsarm, was aber nicht am wunderschön geführten und ausdrucksstarken, allerdings nicht textdeutlichen Alt von Petra Lang gelegen hat.
Klangliches Feuerwerk und prickelndes Musizieren erlebte man im fünften Satz, wo der Kinder- und Jugendchor des Landestheaters Linz unter Ursula Wincor seine großartige Qualität unter Beweis stellte und auch die Damen des Linzer Jeunesse-Chores höchst lebendig die drei Engel besangen. Insgesamt eine gute Aufführung, der der Jubel gebührte, aber die noch steigerbar gewesen wäre. (Michael Wruss)


Prachtvolles Wetter, prachtvolles Konzert
Brucknerfest: Riesenapplaus für Eröffnungsabend mit Mahlers „Dritter“ im Brucknerhaus und als Klassischer Klangwolke im Linzer Donaupark
"Neues Volksblatt" vom 11.09.2012

So prachtvoll wie das Wetter war das Eröffnungskonzert des Brucknerfests am Sonntagabend mit der dritten Sinfonie von Gustav Mahler, die als Klangwolke in Ton und Bild in den Linzer Donaupark übertragen wurde. Und, gemessen am Zustrom, wohl nicht nur Kenner dieses zweistündigen Mammutwerkes anzog. Dabei ist es ein komplexes Opus, keine Sinfonie im herkömmlichen Sinn, mit der Mahler in sechs Sätzen sein eigenes Weltbild von der Natur, der Existenz Gottes und des Universums mit musikalischen Mitteln entwarf.
„Meine fröhliche Wissenschaft“ (ein vom Philosophen Friedrich Nietzsche entlehnter Titel) hat Mahler seine Arbeit genannt. Aber auch befürchtet, „die Leute werden mein Werk nicht verstehen“, das er in den Sommern 1895/96 am Attersee, inspiriert von langen Spaziergängen dort, komponiert hat.
Zum Verständnis braucht die Aufführung vor allem hervorragende Interpreten, und die hatte es in dem in Riesenbesetzung angetretene Bruckner Orchester, das zum Saisonstart mit euphorischem Einsatz musizierte und wieder einmal einen schlagenden Beweis seiner Leistungsstärke erbrachte.
Bläser, Streicher oder auch das Schlagwerk mit den Paukisten, die für die donnernd-wuchtigen Schläge fast „eiserne Handgelenke“ haben mussten, stellten sich selbst das beste Zeugnis aus und setzten dem heuer nicht mit Spitzen-Klangkörpern verwöhnten Brucknerfest zu Beginn schon eine Krone auf.

Aus der Ruhe kommt die Kraft
Eine separate Erwähnung verdient das hinter der Bühne erklingende Posthorn mit seinem lyrischen Intermezzo im dritten Satz.
Über den exakt ausbalancierten Klang, die dynamische Differenzierung und die Beachtung aller von Mahler gewünschten Notationen wachte souverän Dennis Russell Davies. Der US-Chefdirigent faszinierte mit seiner aus der Ruhe schöpfenden Kraft, erreichte mit einem Minimum an gestischem Aufwand ein Maximum an Wirkung.
So gab es etliche Höhepunkte, u. a. in den Vokalteilen. Die Damen des Linzer Jeunesse-Chores (Einstudierung Wolfgang Mayrhofer) und der Kinder- und Jugendchor des Linzer Landestheaters (Ursula Wincor) sangen die Texte aus „Des Knaben Wunderhorn“ mit fast engelsgleich klingenden Stimmen.
Die prominente deutsche Wagner- und Mahler-Interpretin Petra Lang, nicht zum ersten Mal im Brucknerhaus, gestaltete Nietzsches philosophische Verse aus „Zarathustra“ mit unvergleichlich tiefer Einfühlung in Mahlers musikalische Dichtung. Der Applaussturm am Schluss wollte kein Ende nehmen. (Georgina Szeless)

Abschied nach 25 Jahren "Musica sacra"
"Neues Volksblatt" vom 26.05.2012

Beim Abschiedskonzert des bisherigen Vorstandes, der die erfolgreiche Reihe "Musica sacra" in Linzer Kirchen über 25 Jahre begleitet hat, war Wehmut spürbar. In der Minoritenkirche wurde am Donnerstag ein querschnitthafter Rückblick gegeben: Drei heimische Chöre gewährten Einblick in ihre Arbeit. Kristian Schneider mit der Evangelischen Kantorei Linz und Werken von Bach, Knut Nystedt und Josef Rheinberger. Josef Habringer mit dem jugendlichen Collegium Vocale Linz mit Spirituals; Wolfgang Mayrhofer mit seinem Linzer Jeunesse Chor und Chören von Bruckner, Kropfreiter und Herwig Reiter. Zum Auftakt spielte Wolfgang Kreuzhuber an der Chororgel die Fantasia super "Komm, Heiliger Geist, Herre Gott" (BWV 651). Zwischen den Chorblöcken kam dann auch zeitgenössische Musik zum Zug, sogar - wie oft in jener Konzertreihe - eine Uraufführung: die "Canzonetta seraphica da sonar" von Balduin Sulzer, vom Trio Balduino großartig in Szene gesetzt, während Elisabeth Freundlinger als Präsidentin des Vereins "Musica sacra" zu ihrem Abschied das andachtsvolle Sulzer-Sopransolo "Poeme gregorianique" mit anspruchsvoller Streichermusik würdevoll in den Kirchenraum setzte. Die Hoffnung der vielen Besucher: Möge die "Musica sacra" unter neuer Führung weitergehen. (grub)


"Musica sacra": Ein feiner Abend, der eine ganze Ära beendete
LINZ. Das letzte Konzert der Reihe unter der Leitung von Elisabeth Freundlinger und Heinz Karl Kuba fand am Donnerstag statt.
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 29.05.2012

Vor 25 Jahren haben sich engagierte Musiker und Musikliebhaber zusammengefunden, um die Linzer Innenstadtkirchen zu beleben und bekannte und weniger bekannte Kirchenmusik zu präsentieren. Und das vorwiegend mit einheimischen Ensembles. Diese standen auch am Donnerstag beim letzten Konzert unter der Leitung von Elisabeth Freundlinger als Präsidentin des gemeinnützigen Vereins und Heinz Karl Kuba als Generalsekretär und wahre Seele der Konzertreihe – auf der „Bühne“ der Minoritenkirche.

Das Programm war dann auch eine Reminiszenz an vergangene Jahre. Domorganist Wolfgang Kreuzhuber eröffnete prachtvoll mit Bachs Fantasia über „Komm heiliger Geist“. Bach stand dann auch am Beginn des Beitrags der Evangelischen Kantorei Linz, die mit ihrem Leiter Kristian Schneider die Motette BWV 230 „Lobet den Herrn, alle Heiden“ mit viel Elan und Begeisterung musizierte. Nystedts A-Capella-Gloria und Rheinbergers „Abendlied“ schlossen den ersten Teil. Danach eine Uraufführung von Balduin Sulzer, der mit seiner „Canzonetta seraphica da sonar“ ein emotional sehr dichtes Werk schuf, das von Katharina Hötzenecker (Violine), Thomas Kaufmann (Cello) und Florian Feilmair (Klavier) fein musiziert wurde.

Der zweite Chorteil wurde vom Collegium Vocale Linz unter Josef Habringer bestritten, die sich schwungvoll dem Spiritual widmeten. Dann nochmals Sulzer als Bindeglied – diesmal mit der Salve-Regina-Fantasie „Poeme gregorianique“, ein älteres Stück aus dem Jahr 1984, das Elisabeth Freundlinger leidenschaftlich mit Vera Kral und Sonja Hollerweger (Violinen), Peter Aigner (Viola) und Tobias Wögerer (Cello) musizierte. Den Schluss gestaltete der klanglich edel tönende Linzer Jeunesse Chor unter Wolfgang Mayrhofer. Ein feiner Abend, der viel Anklang beim Publikum fand, eine Ära beendete und Freude auf die nächste Saison machte. (Michael Wruss)

Minoritenkirche: 25 Jahre Musica sacra – Schlusskonzert der Ära Freundlinger / Kuba, 24. Mai 2012


Von der Renaissance bis zum 20. Jahrhundert
Linzer Jeunesse Chor, geführt von Wolfgang Mayrhofer, eröffnete die Frühjahrssaison bei "Musica sacra"
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 27.03.2012

Die Frühjahrssaison von „Musica sacra“ begann mit einem mehrteiligen Block aus Passionsmusiken. Deren ersten Termin gestaltete der ausgezeichnete Linzer Jeunesse Chor, engagiert von Wolfgang Mayrhofer geführt, mit einem auch stilistisch recht abwechslungsreichen Programm aus Raritäten.
Der Chor nimmt seit Jahren mit seinen Vorzügen einen führenden Platz im Linzer Konzertleben ein und erfreut mit großer Ausdrucksfähigkeit und Klangschönheit, mit klarer Linienführung und Präzision.
Diese Eigenschaften entfalteten sich bei einem Programm, das über mehrere Stationen von der Renaissance bis zum Ende des 20. Jahrhunderts reichte
Besondere Beachtung verdient das sechsstimmige „Stabat Mater“ aus 1927 vom Oberösterreicher Johann Nepomuk David (1895-1977), der damals als Volksschullehrer in Wels wirkte
Sein strenger Satz orientiert sich an alter Musik und verlangt mit den eigenen herben Klängen vielfältige Differenzierungen. Die hervorragende Wiedergabe stellt dem Chor das beste Zeugnis aus

Wie ein Cellokonzert
Auf vergleichbarem Niveau gelangen die packende Motette „Jesus und die Krämer“ aus 1936 von Zoltan Kodaly (1882-1967) und schließlich das „Stabat Mater for mixed Choir and Violoncello“ aus 1986 vom Norweger Knut Nystedt (geboren 1916). Letzterer Titel kann auch als virtuoses Cellokonzert bezeichnet werden. Diese höchst anspruchsvolle Partitur wirkt bei aller Modernität dank einer eindringlichen Interpretation packend und mitreißend.
Die Cellistin erntete für die überzeugende Ausgestaltung ihrer Aufgaben stürmischen Beifall. Sie vermittelte auch mit viel Klarheit zwei Sätze aus Bach-Solo-Suiten. Die Aufgaben für Orgel lagen bei Philipp Sonntag in guten Händen. (Franz Zamazal)

Passionskonzert: Linzer Jeunesse Chor, Lisa Rescheneder (Cello), Philipp Sonntag (Orgel), Wolfgang Mayrhofer (Leitung); Minoritenkirche Linz, 25. 3.


Erstrangige Chorkunst in der Linzer Minoritenkirche
"Neues Volksblatt" vom 27.03.2012

Musikalische Reise durch mehrere Epochen
Fast schon ein Pflichtbesuch bei musica sacra ist jährlich ein Passionskonzert des Linzer Jeunesse Chores. Musik aus der Barockzeit (drei Motetten von Monteverdi) und "Tristis est anima mea" von Johann Kuhnau "umspielte" eher locker die vier großen Werke der Chorliteratur als die eigentlich interessanteren bis seltenen Programmteile: das noch tonale, Bruckner verpflichtete Stabat Mater von Johann Nepomuk David, die Brahms-Motette "Warum ist das Licht gegeben dem Mühseligen", "Jesus und die Krämer" und schließlich "Stabat Mater" op. 111 von Knut Nystedt, ein verkapptes Cellokonzert, in dem Lisa Rescheneder den mit allerhand technischen Finessen gespickten Solopart virtuos meisterte. Philipp Sonntag von der Bruckner-Uni betreute als Begleiter und Solist Orgelpositiv und Orgel. (Georgina Szeless)


"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 27.03.2012

Zum Höhepunkt des Passionskonzertes in der Linzer Landhauskirche geriet das "Stabat Mater für Chor und Violoncello" des Norwegers Knut Nystedt. Hier fanden der Linzer Jeunesse-Chor unter Wolfgang Mayrhofer, vor allem aber die junge Cellistin Lisa Rescheneder zu restlos überwältigender Ausdrucksintensität. Hörenswert auch die Motetten von Monteverdi, Kuhnau, Brahms, David sowie "Jesus von die Krämer" von Kodály. Dazu Orgelmusik von Philipp Sonntag versiert dargeboten. Lisa Rescheneder gestaltete zudem Sätze aus Bachs Cellosuiten. (Balduin Sulzer)


Musikalisches Weihnachts-Labsal
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 21.12.2011

Der Linzer Jeunessechor unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer hat mit dem Konzert zum Thema Weihnachten wieder die hohen Erwartungen restlos erfüllt. Maßgeblich für das erfreuliche Ergebnis waren die vorzüglichen vokalen Tugenden in allen Parametern, die mühelos im ausgewogenen Zusammenklang der Stimmen ausdrucksvolle und klangschöne Entfaltungen ermöglichten.

Die Stimmen der Damen geben sich leicht und geschmeidig, die Herren liefern wenn nötig ein profundes Fundament. Unter diesen Umständen bedeutet Zuhören reines Vergnügen. Das Programm enthielt acht bedachtsam ausgewählte A-cappella-Titel aus der Renaissance, dem 20. Jahrhundert und aus dem Schaffen von Arvo Pärt.

Tradition des Hirtenspiels
Ein Gustostück der besonderen Art bildete die „Böhmische Hirtenmesse“ von Jakob Johann Ryba (1785–1815). Der selbst verfasste Text in der Form einer Messe gleicht eher einem Oratorium, ist nicht der Bibel entnommen und folgt der Tradition eines Hirtenspiels, welches das Wunder der Geburt Christi vermittelt.

Die Aufführung aus einem Guss unter der Leitung von Johannes Wetzler entfaltete mit viel Überzeugungskraft die herzhaften Melodien der wirkungsvollen Abschnitte. Der Chor ließ sich von der Substanz der Partitur anstecken und hatte auch sichtbar seine Freude daran.

Das Solistenensemble bestand aus hochwertigen Sängern und wurde vom jungen und hellen Sopran (Elisabeth Breuer) angeführt. Dazu kamen die wie immer verlässlichen Kräfte Valentina Kutzarova (Alt), Kurt Azesberger (Tenor) und Matthias Helm (Bass). Das Instrumentalensemble aus Mitgliedern des Bruckner Orchesters (Konzertmeister Heinz Haunold) war ein Garant für die vorzügliche Qualität der Interpretation. Der Zuhörer fühlte sich in eine kleine Kirchengemeinde versetzt. Das Werk ging zu Herzen und dokumentierte eine längst versunkene Zeit. (Franz Zamazal)


OÖ. Stiftskonzerte: Der ganz unverfälschte Bruckner
"Oberösterreichische Nachchten" vom 4.7.2011

Bruckner Orchester, Linzer Jeunessechor, Dennis Russell Davies (Dirigent), Stiftskirche St. Florian, 2. Juli
Das Konzert enthielt ein Kontrastprogramm, aber immer ganz Bruckner: den 112. Psalm, am Ende der Linzer „Lehrzeit“ (1863) geschaffen, und die Symphonie Nr. 3 (1877), entstanden an der Schwelle der sich voll entfaltenden Meisterschaft in Wien. Die Stiftskonzerte haben in den letzten Jahren fast alle Bruckner-Symphonien vorgestellt, die „Dritte“ ist eine der letzten, welche fehlte. Es war der ausdrückliche Wunsch des Dirigenten, davon die zweite Fassung zu spielen und sie gleichzeitig auch für eine CD-Produktion aufzunehmen.

Diese Partitur ist jene, die in Wien seinerzeit einen eklatanten Misserfolg erntete. Sie gewinnt jetzt immer mehr an Bedeutung gegenüber der lange Zeit weitverbreiteten Überarbeitung von 1889, und das mit vollem Recht. Sie zeigt Größe, Monumentalität, eine höchst persönliche Aussage und damit gleichsam eine Innenschau. Der Zuhörer wird systematisch durch die psychologischen Höhen und Tiefen des Komponisten geführt. Das Bruckner Orchester bot insgesamt eine hervorragende Leistung, wenn auch gelegentlich die Blechbläser überproportional in Erscheinung traten. Dennoch gelang eine deutliche, prägnante und intensive Wiedergabe, die jeder Phrase ihren Sinn und ihr Gewicht gab. Die Mini-Pausen zum Atemholen für den melodischen Fluss richteten sich gegen die Tücken der Kirchenakustik.

Zu Unrecht vergessen
Zu den bemerkenswerten Abschnitten gehörte im zweiten Satz der weitschwingende und innige, herzliche und warme Ton, weiters eine Romantik im besten Wortsinn, die sich aber auch zu Fortissimo-Glanz aufzubäumen versteht. Das Scherzo glich einem Sommernachtsfest und gibt sich auch deftig sowie übermütig, kontrastiert im Trio mit Ländlerischem. Das Finale brachte furios und „überdrüber“ das krönende Dach. – Die Aufführung lieferte den Beweis, dass diese Fassung mit Recht immer mehr geschätzt wird, und erntete stürmischen Beifall.

Der 112. Psalm für Doppelchor und großes Orchester ist das letzte Werk, welches Bruckner unter der Aufsicht des Linzer Theaterkapellmeisters Otto Kitzler verfasste. Es geriet für viele Jahrzehnte zu Unrecht in Vergessenheit. Die Partitur gibt sich wuchtig, auch innig und wirkungsvoll, und verlangt einen hochqualifizierten Chor.

Diesen Anforderungen entsprach in allen Belangen der zahlenstarke Linzer Jeunessechor (Einstudierung Wolfgang Mayrhofer) voll und ganz. Diesem Psalm sollte man öfters begegnen. (Franz Zamazal)


Einladung zum Innehalten
"Neues Volksblatt" vom 2.7.2011

Stiftskonzert in St. Florian mit Bruckners Symphonie Nr. 3
Mit der Aufführung einer Symphonie Anton Bruckners in der Stiftskirche zu St. Florian erreichen die Veranstalter der Stiftskonzerte immer wieder großen Besucherzustrom. Chefdirigent Dennis Russell Davies überzeugte dabei als Dirigent mit Tiefgang und intensiver Darstellung der Symphonie Nr. 3 in d-Moll. Das Bruckner Orchester folgte seinen Forderungen mit satten Klängen im Bläserbereich. Die weihevollen Einschübe der "Marienkadenz" im 2. Satz gelangen als Einladung zum Innehalten, während beim urig-bäuerlichen Scherzo den von Bruckenr so geschätzten "Tanzlgeigern" ein Denkmal gesetzt ist. Es wurde vom Orchester so hinreißend gespielt, dass es schon nach dem 3. Satz einen kurzen Applaus gab.

Zehn Jahre vor Entstehung dieser 3. Symphonie komponierte der Florianer Meister 1861 als Abschluss seiner Stuiduem bei Simon Sechter den Psalm 112, der als feierlicher Beginn von Jeunesse- und Mozartchor in großer Besetzung erklang. Es gab lang andauernden Applaus für das Orchester und seinen Chefdirigenten für dieses Konzerterlebnis. (Christine Grubauer)


Einen Volltreffer gelandet
"Oberösterreichische Narichten" vom 2.5.2011

Ein Chorprojekt der Sonderklasse gab es am Donnerstag im Veranstaltungszentrum Gunskirchen. 17 Chöre reisten zum geographischen Mittelpunkt Oberösterreichs und brachten beim „BeispielsWeisen“-Festival 17 Stücke zur Uraufführung. Vom heiter besinnlichen Liebeslied über klangvolle Kirchenmusik bis hin zu stimmungsvollen Charakterstudien bot das Programm für jeden etwas. Musik, die der Tradition verpflichtet war, aber auch Stücke, die eine zeitgemäße Sprache verwendeten und durchaus inspirierend Neues erkennen ließen.

So unterschiedlich die Stücke vom Ausdruck waren, so unterschiedlich waren auch ihre Qualität und die Leistungen der Chöre. Besonders beeindruckend David Wagners „Im Nebel“, Erland M. Freudenthalers „The moon is hiding“, Gunter Waldeks „Nachtlied“, Michael Hazods „wausd“, Rudolf Hinterdorfers „Zueignung“, Rudolf Jungwirths „Schaukelstuhl“ und Helmut Schmidingers vertontes Kochrezept für ein „Gefülltes Gansl“.

Der Linzer Jeunesse Chor mit seiner unnachahmlichen Klangkultur, der Hard Chor mit brillanter Diktion und fast aktionistischem Zupacken, die noblen „Lautmaler“ aus Perg und das Vokalensemble Voices konnten besonders beeindrucken. Mit „BeispielsWeisen“ hat die oberösterreichische Chorakademie einen Volltreffer gelandet, denn so ist die Chance, dass zeitgenössische Musik auch in die Probensäle der Laienchöre gelangt und damit vielleicht ein größeres Verständnis für neue Musik erzielt werden kann, um einiges gestiegen. (mw)


Geglückter Auftakt zu den Passionskonzerten
"Neues Volksblatt" vom 12.4.2011

Mit geschickt integrierten zusätzlichen Sitzplätzen konnten die Veranstalter der Linzer Konzertreihe „Musica sacra“ am Sonntagnachmittag den Ansturm auf Bachs „Johannespassion“ in der Minoritenkirche bewältigen.

Wolfgang Mayrhofer stand mit seinem bewährten Linzer Jeunessechor im Presbyterium und lieferte, was das Werk verlangt: dramatische Turba-Chöre (Menschengruppen darstellend) und andächtigen Schönklang bei den getragenen Chorälen dieses ergreifenden Werkes.

An den Instrumenten: das von heimischen Musikern bestückte Ensemble Sonare mit Gambistin Claudia Leitenbauer und Philipp Sonntag an der Continuo-Orgel. Ein wahrer Glücksgriff war der alles überstrahlende, dramatisch agierende Tenor Daniel Johannsen, der nicht nur die Rezitative, sondern auch die Arien zum Erlebnis werden ließ. Ihm zur Seite als tragende Stimme stand Klemens Sander (Bariton) als Jesus sowie der wendig agierende Bariton Matthias Helm für die Arien und in den Rollen von Pilatus und Petrus. Sowohl die Sopranistin Elisabeth Wimmer als auch Altistin Gerda Lischka kamen aus der Talenteschmiede des Linzer Musikgymnasiums in der Stifterstraße - sie konnten mit der renommierten internationalen Solisten-Besetzung nicht nur mithalten, sondern gestalteten ihre Arien mit klangschöner Sorgfalt und in beeindruckender Innigkeit aus. Die lange Stille am Ende legte Zeugnis ab von der Ergriffenheit des Publikums. (Chr. Grubauer)


Musica sacra: Jeunessechor eröffnete die Passions-Saison
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 12.4.2011

Musica sacra: Johannes-Passion von J. S. Bach, Linzer Jeunessechor, Ensemble Sonare, Wolfgang Mayrhofer (Dirigent), Solisten: Elisabeth Wimmer (Sopran), Gerda Lischka (Alt), Daniel Johannsen (Tenor), Matthias Helm und Klemens Sandner (Bariton), Minoritenkirche, 10. April

Die Frühjahrs-Saison von „Musica sacra“ mit den Aufführungen in Linzer Kirchen widmet sich hauptsächlich dem Passionsgeschehen. Im Einklang mit einer lieb gewordenen Bach-Tradition stand heuer dessen Johannes-Passion auf dem Programm, unter günstigen akustischen Bedingungen und vorzüglichen künstlerischen Voraussetzungen zu erleben.

Der Jeunessechor mit rund drei Dutzend klangvollen Stimmen ließ unter der schwungvollen Leitung von Wolfgang Mayrhofer seine Qualitäten hören: Sicherheit und Präzision, Volumen und Flexibilität für alle Ausdrucksnuancen. Somit bekam das biblische Geschehen eine eindringliche Gestalt voll Ausdrucksstärke. Die Choräle und virtuosen Arien vermittelten Dramatik, Reflexionen und Gebete.

Ausgezeichnete Sänger mit viel Können für Alte Musik bildeten das Solisten-Quartett: Elisabeth Wimmer, Gerda Lischka, Daniel Johannsen und Matthias Helm. Außerdem gestaltete der Tenor Johannsen die biblische Erzählung sehr lebendig, wortdeutlich, manchmal übersteigert. Schade, dass der Alt gegen die orchestrale Übermacht einen schweren Stand hatte. Der Bariton Matthias Helm verlieh der Rolle des Pilatus und Petrus Bedeutsamkeit. Klemens Sander war ein „königlicher“ Jesus. Der Orchesterpart samt den solistischen Partien war dem verlässlichen „Ensemble Sonare“ übertragen. Die Continuogruppe lieferte ihren Beitrag zum vollen Gelingen. (Franz Zamazal)


Abonnementkonzerte Wels: Eröffnung der neuen Saison im Stadttheater mit Mahlers II. Symphonie
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.9.2010

Bis auf den letzten Platz gefüllt war die Bühne des Welser Stadttheaters mit jugendlichen Musikern des Jeunesse Orchesters Wien, des Concentus vocalis Wien, des Linzer Jeunessechors und einer Auswahl des Mozartchores des Musikgymnasiums Linz.

Gemeinsam ging man daran, eine der damals größten Symphonien seit Beethovens IX. zu inszenieren, ein Welttheater, das vom tiefsten Abgrund des Menschen bis zu himmlischen Höhen des Unfassbaren reicht. Mahlers "Kind", dessen "glückliche Ankunft" Mahler mit dem Zusatz, dass Vater und Kind sich den Umständen angemessen befänden, 1894 mitteilte, ist längst erwachsen und eines der beeindruckendsten Werke der symphonischen Literatur. Beeindruckend auch die Leistungen der jungen Musiker, allen voran der Blechbläser und speziell der Trompeter des Jeunesse Orchesters, die nicht nur sauber bliesen, sondern höchst musikalisch dazu. Auch die Streicher verdienen großes Lob für einen differenzierten und den jeweiligen "Szenen" angepassten Klang. Gut, aber nicht immer ganz exakt im Timing und in der Intonation die Holzbläser, aus deren Riege jedoch feine Solisten hervorstachen. Trotzdem nicht ganz optimal der Gesamtklang, was auf die unzureichende Akustik im Stadttheater zurückzuführen ist. Schade, dass man dieses Konzert nicht in Linz realisieren wollte.

Herbert Böck ist ein phantastischer Orchestererzieher und ein Kenner der Materie, aber dennoch blieb in seiner Interpretation manch Abgründiges hintangestellt, schienen Mahlers oft abrupte Stimmungswechsel zufällig und damit nicht so explosiv, wie sie sein könnten.

In der Leitung des Finales zeigte sich aber seine Größe, der Umgang mit den Stimmen, die von Wolfgang Mayrhofer bestens vorbereitet waren. Diese hatten die Fähigkeit, ein unglaublich feines Pianissimo an den Anfang zu setzen, das aber in seiner Intonation und klanglichen Schönheit nicht durch den schwankenden Atemstrom der Fortgeschrittenen, man mag das auch Vibrato nennen, gestört wurde. Glasklar nicht nur die Harmonien, sondern auch die Textdeutlichkeit. Ein wirklich großer Moment des Abends.

Christa Ratzenböck und Ursula Langmayr sangen die Solopartien, schön, aber nicht überirdisch entrückt, wie man diese Worte und Töne vernehmen möchte. Viel Applaus für eine großartig vorbereitete und höchst engagierte Jugend. (Michael Wruss)


Die Botschaft zählt: Sterben werd‘ ich, um zu leben
"Salzburger Nachrichten" vom 25.9.2010

Um den österreichischen Orchesternachwuchs muss einem offensichtlich nicht bange sein. Das zeigte die Phalanx an jungen Musikern, die am Donnerstag und Freitag in der Formation des Wiener Jeunesse Orchesters im Großen Festspielhaus antrat, um Gustav Mahlers „Auferstehungssymphonie“ zu spielen. Wiederholungen gibt es am Sonntag in Wels und am Montag im Wiener Musikverein, wobei auch dort als Chor der Jeunesse Chor Linz und der Concentus Vocalis die Botschaft verkünden: „Sterben werd‘ ich, um zu leben.“

Beachtlich ist die technische Leistungskraft des von Herbert Böck sachdienlich dirigierten Großensembles, das in jeder Gruppe tonschön und homogen klingt. Das führte zu einem imposanten, kraftvoll und spannend durchmessenen, sorgfältig austarierten ersten Satz.

Dann ging Herbert Böck auf ein breiteres, eher sogar gemächlich-schleppendes Tempo über, was die großräumige Architektur des kolossalen Werks gefährdete. So schön und richtig die einzelnen Gruppen (Holz, Hörner und Pauken seien hier hervorgehoben) auch funktionierten, so schwer schien es, den Gesamtsinn, die Tiefe der Aussage des Werks zu ergründen.

Christa Ratzenböck sang das „Urlicht“ mit intensivem Bogen, ehe die große halbe Stunde für Orchester, Chor und Solisten (mit dem sich gut integrierenden Sopran von Ursula Langmayr) im Finale schlug: eine theatralische Musik mit Fernorchester und Trompeten im Saal, exakt abgestimmt, aber der spirituellen Dichte des Werks doch mehr auf der Spur als sie schon erfüllt gestaltend. Die Tendenz, das Geschehen abschnittweise im Einzelnen klar zu konturieren, führte zu einer episodischen Reihung der Ereignisse, nicht zu einer symphonisch-konzertant-chorischen Einheit, die den Kern des Werks hätte freilegen können.

Das soll die Gesamtleistung nicht schmälern, aber so erstaulich begeistert-ambitioniert die Qualität auch sein mochte: Da zeigten sich doch auch die Grenzen eines Jugendorchesters, zumal im Rahmenvergleich eines repräsentativen Abonnementabends der Kulturvereinigung. (Karl Harb)

Wo wir auf tausend Weisen
Von Drehpunkt Kultur, Sbg. online vom 24.9.2010

GROSSES FESTSPIELHAUS / WIENER JEUNESSE ORCHESTER
Selten einmal gewinnt ein Orchester schon beim Auftritt alle Sympathien für sich: Den strahlend lächelnden jungen Leuten des Wiener Jeunesse Orchesters ist das noch vor dem ersten Ton gelungen. Und nach dem ersten Ton erst recht!
Wie samtweich und homogen die Horn- oder Posaunenchöre, die Menschen und Seelen gen’ Himmel geleiten. Wie virtuos und musikantisch die Holzbläser-Solisten, die ebenso bockig wie ätherisch zu tanzen verstehen. Was für Schlagzeuger, die der Himmelfahrt ebenso mitreißend den Takt vorgeben, wie dem Treiben auf Erden! Wie präzise und klangvoll die Streicher, die Tanzboden und Sphären mit ihrem Klang erfüllen….
Die jugendliche Heerschar aus Wien - die „Zweite“ Mahler bringt sogar die Cinemascope-Bühne des Großen Festspielhauses beinahe zum Platzen - hat dem Salzburger Publikum echt himmlische Freuden beschert. Herbert Böck hat das Wiener Jeunesse Orchester mit Umsicht und nicht nachlassender Zielgerichtetheit geleitet, das Riesen-Unternehmen in c-Moll zum verdienten Triumph geführt.
Auffallend und wohltuend die konsequente Zurückhaltung in der Lautstärke, spannend die klug aufgebauten Crescendi, die den wenigen wirklichen Fortissimo-Ausbrüchen unglaubliche Wirkung verliehen. Auch das Tempo war klug, eher langsam, gewählt: was trotz des großen Orchesterapparates immer Transparenz garantiert, im Maestoso aber doch gelegentlich den Wunsch nach einer Spur mehr drive geweckt hat.
Die Altistin Christa Ratzenböck hat das wundersame „Urlicht“ gesungen: Sie hat mit größter Zurückhaltung in der Lautstärke und edelstem Klang für viel zu kurze Augenblicke die Zeit zum Stillstehen gebracht. Kein Wunder, dass dieser Engel keine Chance hatte, mit seiner Zurückweisung…
Aus quasi himmlischen Sphären heraus hat auch die Sopranistin Ursula Langmayr sich hören lassen: Wie schlicht sie ihr „Auferstehen“ und ihr „Wieder aufzublühen“ aus dem Chorklang herausblühen und sich zu größter Strahlkraft hat entwickeln lassen, war einfach beispielhaft. Beide Soloparts: überwältigend schön.
Der von Wolfgang Mayrhofer einstudierte Linzer Jeunesse Chor hat in diesen Trost- und Triumphgesang mit der gleichen Musikalität und Kultiviertheit eingestimmt: auch hier größte Zurückhaltung und äußerste Konzentration auf die Weichheit und Homogenität des Klanges.
Mehr Lob geht nicht.
Fluch dafür auf jenen Mitmenschen, der die gesamte Aufführung hindurch immer wieder mit Blitz fotografiert (meist punktgenau auf Akzente im Schlagzeug hin - ein musikalischer Prolet offensichtlich) und das Finale mit mehrmaligem blitzen hintereinander wirklich sehr gestört hat. (Heidemarie Klabacher)


Messe des 19-jährigen Gulda im Alten Dom
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 28.5.2010

Tribute to Friedrich Gulda: LIVA-Sonderkonzert mit dem Jeunesse Chor (Leitung: Wolfgang Mayrhofer), Ensemble Sonare, Gerda Lischka, Ursula Langmayr, Wolfgang Holzmair (Alter Dom Linz, 26. 5.)

Friedrich Gulda – einmal nicht als Enfant terrible, sondern als noch von der klassischen Etikette gezähmtes Wunderkind. Bach, Mozart und sein Lehrer Joseph Marx wirkten deutlich auf die Abschlussarbeit des erst 19-Jährigen, eine stark im romantischen Stil verhaftete Messe. Viel Eigenleben hat dieses Werk noch nicht, ist aber mehr als eine Stilübung und handwerklich beachtlich gearbeitet.

Dass diese Musik Emotion hat, bewies der bestens studierte Linzer Jeunesse Chor (Wolfgang Mayrhofer), der klangschön, wortdeutlich und expressiv der vieldeutigen Zeichengebung von Sohn Paul Gulda folgte. Dazu ein fein musizierendes Ensemble Sonare mit Bläsern des Musikgymnasiums (hervorragend Bettina Baumschlager, Trompete) und Gerda Lischka, Ursula Langmayr und Wolfgang Holzmair als Solisten.

Die letzten beiden präsentierten einfühlsam eine geschickte Liedauswahl von Marx und Mozart. Klangschön auch Marx’ „Abendweise“ für Männerchor, Bläser und Orgel (Elke Eckerstorfer). (Michael Wruss)


Weihnachtlicher Jeunessechor
"Neues Volksblatt" vom 22.12.2009

Im 10. und 11. Konzert der Reihe "Musica sacra" gestaltete Wolfgang Mayrhofer in der zweimal übervollen Linzer Minoritenkirche den ersten Teil des "Weihnachtsoratoriums" von Johann Sebastian Bach. Der Linzer Jeunessechor, eine solistisch exzellent besetzte Instrumentalgruppe und vier Sänger-Solisten bildeten das rein oö. Ensemble dieser vorweihnachtlichen Aufführung. Schwungvoll mit "Jauchzet frohlocket" setzte Mayrhofer auf elegant gestaltete Chor-Wiedergaben, wählte für die Nummernfolge von Rezitativen und Arien abwechslungsreich gestaltete Tempi und führte seine Musiker mit den für ihn typsichen Chor-Bewegungen. Den hellen Sopran als Engel lieferte Ursula Langmayr; als erzählender Evangelist war Markus Miesenberger (Tenor) geradezu eine Idealbesetzung, er setzte mit schwerelosen Koloraturen Glanzlichter. Der Altistin (hier Gerda Lischka) sind in diesem Werk die schönsten Arien und Rezitative anvertraut. Martin Achrainer - er kommt als einziger nicht aus der Musikerschmiede Stifter-Gymnasium - imponierte mit der durchdachten Klanggestaltung seiner Bass-Arien. Begeisterte Zustimmung. (Chr. Grubauer)


Einstimmung auf das Weihnachtsfest
Chorkonzert: Linzer Jeunessechor/Wolfgang Mayrhofer, (Minoritenkirche, 19. Dezember)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 21.12.2009

Die Aufführung von J. S. Bachs "Weihnachtsoratorium" bildet in Linz einen eifrig gepflegten Bestandteil der Tage vor dem Weihnachtsfest, denn es hat das biblische Geschehen musikalisch aussagekräftig eingefangen.

Die eindrucksvolle Wiedergabe der Kantaten 1 bis 3 in der Minoritenkirche am Samstag - mit einer Wiederholung am Sonntag - vermittelte der Dirigent mit zügigen Tempi, lebendigem plastischen Ausdruck als schlichtem Bericht und hat sie demnach ohne viele gefühlsbetonte Zutaten vorgestellt.

Der "Linzer Jeunessechor" sang engagiert und wirkungsvoll. Alle Solisten erfreuten bei den anspruchsvollen Aufgaben mit klaren und beweglichen, mit klangvollen und recht textdeutlichen Stimmen. Der Tenor Markus Miesenberger vermittelte die Rezitative aus dem Evangelium mit großer Prägnanz und die Arien mit viel Gesangskultur. Ursula Langmayr (Sopran) erfüllte ihre kleine Rolle sauber. Der warm getönte Alt von Gerda Lischka zeichnete sich durch intensive Ausdruckskraft aus. Der Bassist Martin Achrainer nützte die Bandbreite seiner mächtigen Stimme. (zam)


"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 20.12.2009

Vorzügliche erste Halbzeit des Bach-Weihnachtsoratoriums in der Linzer Landhauskirche: Der Linzer Jeunessechor und das Orchester Musica Sacra konnten mit kraftvollem Einsatz punkten. Mit Martin Achrainer, dem leuchtenden Sopran Ursula Langmayr, dem koloraturtüchtigen Tenor Markus Miesenberger und der Altistin Gerda Lischka standen qualitätsorientierte Solisten am Podium. Virtuoser Organist außer Programm: Philipp Sonntag. (Balduin Sulzer)


Bruckner hätte sich gefreut
St. Florian: Herrliches Stiftskonzert mit Schnittke
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 07.09.2009

Stiftskonzert: Bruckner Orchester / Jeunessechor (4. 9.; St. Florian)


Das oö. Stiftskonzert am Freitag (eine Produktion von Linz09) stand ganz im Zeichen der Spiritualität der Stiftskirche St. Florian: beeindruckend vermittelt durch die exemplarische Wiedergabe der 2. Symphonie von Alfred Schnittke (1934-1998) mit dem Untertitel "St. Florian". Maßgeblich für das Entstehen dieser sehr persönlichen Partitur war der unvergessliche Eindruck eines Besuchs der dunklen, kalten Barockkirche mit dem mystischen Flair. Dazu kam der Auftrag, "vielleicht etwas in Zusammenhang mit St. Florian" zu schreiben.

Souveränes Dirigat
Entstanden ist ein unorthodoxes Werk in formalen Grenzüberschreitungen, gegliedert nach den Teilen einer katholischen Messe. Es basiert auf vielfältigen Synthesen von menschlichen und instrumentalen Stimmen und zusätzlich auf dem Einbeziehen verschiedener Stilelemente, insbesondere des gregorianischen Chorals. Das Ergebnis bildet ein aussagestarkes und beeindruckendes Bekenntnis.
Die Wiedergabe von Klangfarben, Explosionen, Steigerungswellen, schlichten Linien und impressionistischem Zauber war mustergültig und plastisch. Diese überwältigenden Leistungen sind dem Bruckner Orchester, den hohen sängerischen Tugenden des "Linzer Jeunessechors" (Leitung: Wolfgang Mayrhofer) und den zwei sehr stark geforderten Solisten, auf der linken Orgelempore postiert, zu verdanken. Dirigent Dennis Russell Davies hat souverän durch das sehr anspruchsvolle Werke geführt.
Die zum Raum passende Einstimmung lieferte der Chor mit zwei Werken Bruckners und mit einem Titel der verhaltenen Klangwelt Arvo Pärts.

Aus der ausverkauften Kirche kam lang anhaltender Beifall. (Franz Zamazal)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 07.09.2009

Alfred Schnittkes Symphonie "St. Florian" im Zentrum eines festlichen Sonder-Stiftskonzertes in der prall gefüllten St. Florianer Stiftsbasilika: die Wiedergabe mit dem Bruckner Orchester unter Dennis Russell Davies und dem Linzer Jeunessechor unter Wolfgang Mayrhofer erreichte gigantische Ausdrucksintensität. Das nach der Architektur einer katholischen Messe konzipierte Stück verwandelt durch kunstvolle Einbindung gregorianischer Elemente die Symphonie in sakrale Musik. Sie mutierte in ihrer dynamisch explosiven Klangfarbenkunst quasi zum Gottesdienst unter brennenden Himmeln. (Balduin Sulzer)

Spannung bei Alfred Schnittke
"Neues Volksblatt" vom 07.09.209

Das groß angelegte Werk von Alfred Schnittke in der Florianer Basilika aufzuführen, gab der Komposition den weihevollen Rahmen und den Bezug zur Entstehungsgeschichte. Der Komponist wurde anlässlich seines Besuchs in St. Florian zu dieser seiner Symphonie Nr. 2 "St. Florian" inspiriert. Schnittke nahm die lateinischen Texte, das sog. Ordinarium der Messe, zitierte sie in den jeweiligen gregorianischen Fassungen und führte ds Orchester teils als zarten klanglichen Gegensatz, aber auch als wild aufbegehrende, im Kirchenraum effektvoll ausbrechende Klangfläche durch. Die Gegensätzlichkeiten des A-cappella-Gesangs zu den lang gezogenen Crescendo-Passagen im groß besetzten Orchester brachten eine wirkungsvolle Spannung in den Folgesätzen der Symphonie. Das Bruckerorchester unter Dennis Russel Davies und der Linzer Jeunessechor leisteten vollen Einsatz. Es wurden auch Werke von Bruckner und Pärt gespielt. (Ch. Grubauer)

Haydn einmal anders
Musica sacra: Minoritenkirche Linz, 29. März
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 31.03.2009

„Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze“ von Joseph Haydn in der Oratorium-Fassung für Soli, Chor und Orchester mit deutschem Text stehen ganz im Schatten der großen Werke dieser Gattung (Schöpfung, Jahreszeiten). Verdienstvoll war es daher von Wolfgang Mayrhofer, mit dem „Linzer Jeunesse Chor“ diese Partitur am Sonntag bei „Musica sacra“ in der Minoritenkirche wirkungsvoll aufzuführen.

Der Haydn-Titel, kurz die „Sieben letzten Worte“ genannt, hat sich mehrfach musikalisch überliefert, so auch in der Gestalt eines Oratoriums. Die Musik entspricht den liturgischen Vorgaben, wirkt in den Einzelheiten uneinheitlich und kennt – ungewohnt bei Haydn – keine „Schlager“. Der Text gibt sich kontemplativ und beschreibend, auch andächtig und ein wenig packend.

Dem Dirigenten gelang es, alle Details unter einen Hut zu bringen, dabei auf Spannung und Deutlichkeit der Aussage bei einer Gesamtdauer von 60 Minuten nicht zu vergessen. All das bereitete dem engagierten Chor kein Problem, unterstützt von den vorzüglichen Solisten Gotho Griesmeier (Sopran), Christa Ratzenböck (Alt), Michael Nowak (Tenor) und Martin Achrainer (Bass) und dem tüchtigen „Orchester Musica sacra“ in symphonischer Besetzung. (fz)

Glanzleistung des Linzer Jeunesse Chors
"Neues Volksblatt" vom 31.03.2009

Seinem umfangreichen Repertoire hat der von Wolfgang Mayrhofer geleitete Linzer Jeunesse Chor ein weiteres Werk hinzugefügt und es beim Musica-Sacra-Konzert am Sonntag in einer glanzvollen Aufführung präsentiert: "Quatre motets pour un temps de pénitence" (Vier Motetten für eine Zeit der Bekehrung) des französischen Neoklassikers Francis Poulenc. Das 1938/39 entstandene a-cappella Werk ist nicht nur inhaltlich äußerst kompliziert durch den häufigen Wechsel von Stimmungen und sich ergänzenden Polaritäten, die in der asketischen und andererseits ebenso geistig-sinnlichen Musik Poulencs stecken. Die großartige Bewältigung der weit gespannten Dynamik und Ausdrucksintensität verriet einmal mehr die Vortragskultur in den Stimmen, wobei man sich lediglich die hohen Sopraneinsätze etwas abgerundeter gewünscht hätte. Zum Haydn-Jahr erklangen "Die sieben Worte unseres Erlösers am Kreuze" für Soli, Chor und Orchester, ein beliebtes Repertoirestück, dessen Auffrischung durch die Ruhe und Innigkeit der Darbietung und die exakte Deklamation ebenfalls Freude bereitete. Das Musica-Sacra-Orchester war ein verlässlicher Begleiter, das Solistenquartett zierten mit Gotho Griesmeier, Christa Ratzenböck, Michael Nowak und Martin Achreiner bekannte Namen. Langer Beifall.
(Georgina Szeless)

"Krone"-Kritik

"Kronenzeitung" vom 31.03.2009

Vorzügliches Linzer Passionskonzert der "Musica Sacra"-Reihe in der Landhauskirche: Der Linzer Jeunesse-Chor unter Wolfgang Mayrhofer setzte zunächst bei den vier Passionsmotetten von Poulenc auf satt abgerundeten A-cappella-Chorklang. Auch Haydns "Die 7 Worte" zeitigten in Dynamik und sorgsam gepflegter Phrasierung imponierende Ergebnisse, an denen auch das "Orchester Musica Sacra" sowie das mustergültige Solistenquartett entscheidend beteiligt waren.
(Balduin Sulzer)

"Krone"-Kritik

"Kronenzeitung" vom 10.11.2008

25 Jahre Linzer Jeunesse Chor: Anlässlich des Jubiläums im Linzer Brucknerhaus bestach das Ensemble mit stupender Souveränität in Klanggestaltung und Intonationssicherheit, egal, ob es vom Podium oder vom Zuhörerraum aus agierte.

Besonders beeindruckend war der professionelle Umgang mit Gegenwartsmusik und ihren oft verblüffenden Zusatzeffekten: mit Stücken von Kodaly, Distler, Jennefelt, Debussy, Kropfreiter, Whitacre, Norgard, Toch, Mäntyärvi und Herwig Reiter. Der Arbeit Wolfang Mayrhofers uns seines Teams, eingeschlossen die solistischen Leistungen, etwa von Manfred Mitterbauer und Ilia Vierlinger, ist höchste Anerkennung zu zollen und für die Zukunft totaler Einsatz für die zeitgenössische Musik zu wünschen!
(Balduin Sulzer)

Jubiläum: 25 Jahre hohe Chor-Qualität
Plastische Gestaltung

Chorkonzert: Jeunesse Chor/ Wolfgang Mayerhofer; (7. 11., Brucknerhaus)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 10.11.2008

Der "Linzer Jeunesse Chor" besteht seit 25 Jahren unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer und umfasst in der Hauptsache Absolventen des Stifter-Gymnasiums. Er zeigte am Freitag im Brucknerhaus seine herausragenden sängerischen Qualitäten und den Spürsinn für originelle Programme.

Unter dem Titel "Choral Bridges" (Chor-Brücken) wurde ein großer Bogen von der Renaissance bis in die österreichische Gegenwart (Herwig Reiter) gespannt. Die Abfolge der Titel orientierte sich am Prinzip Kontrast, fügte die einzelnen Werke zu ungewöhnlichen Gruppen zusammen (Drei Stücke in "Fis", Alleluja, Nachtstücke, Shakespearevertonungen, Stories) und ermöglichte zusätzlich stilistische Spannungen auszukosten.

Die plastische Gestaltung und das Bewältigen der vielfachen stilistischen Eigenheiten der Werke - reichend bis zu virtuosem Sprechgesang - weiters die Ausgewogenheit der textdeutlichen Stimmen untereinander, bilden das Markenzeichen des Chores. Zum Teil besorgten Ensemblemitglieder auch Aufgaben der Instrumentalbegleitung.

Herausragend die Perlen zeitgenössischen Schaffens aus Dänemark (Norgard), Schweden (Jennefelt, Lindberg), Finnland (Mäntyjärvi) und USA (Whitacre) sowie vom Exil-Österreicher Ernst Toch mit einer köstlichen Parodie. Natürlich durften Bach (Motette) und A.F. Kropfreiter nicht fehlen.

Jubelnder Beifall!
(Franz Zamazal)

Gampern: Goetzel konnte Lorbeeren nicht einlösen
Zu viel herumgefuchtelt

Attersee Klassik: Kirchenkonzert des Attersee Institute Orchestra (Pfarrkirche Gampern, 23. 8.)
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 25.08.2008


Das Attersee Klassik Festival lud nach Gampern zum Kirchenkonzert mit dem Attersee Institute Orchestra unter dem jungen Dirigentenstar Sascha Goetzel. Hoch gelobt für seine Arbeit an der Volksoper ("Land des Lächelns") und international viel beschäftigt, konnte Goetzel diesmal nicht einlösen, was man aufgrund seines guten Ruf erwartete.

Bachs Brandenburgisches Konzert Nr. 3 wurde zwar, wie es gehört, von elf Musikern solistisch gespielt. Goetzels Dirigat war jedoch, als hätte er ein 120-Mann-Orchester zu bewegen. Seine ständig herumfuhrwerkenden Hände ließen die Musiker einige Male gehörig auseinanderdriften.

Danach Schuberts kurzes Offertorium "Intende voci", für dessen Solo Herbert Lippert zwar eine Idealbesetzung war, aber trotzdem Mühe hatte, sich gegenüber dem offensichtlich zu wenig geprobten, etwas lieblos spielenden Orchester durchzusetzen. Einzig das heikle Oboensolo war der vokalen Besetzung ebenbürtig. Bereits hier zeigte der Jeu-nesse Chor Linz unter Wolfgang Mayrhofer seine herausragenden klanglichen Qualitäten.

In Bruckners f-Moll-Messe ließ Goetzel das Orchester stellenweise hemmungslos aufspielen, der Grundtenor war von aggressiver Zeichengebung und klanglicher Massierung gekennzeichnet, was dem Werk nicht entsprach. Die Solisten Ileana Tonca, Lysianne Tremblay, Martin Mitterrutzner und Peter Weber sind einzeln ideal, formten aber kein homogenes Ensemble. Freundlicher Beifall, nur wenig Bravos. (Michael Wruss)

Passion mit Aussagekraft
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 15.03.2008

Dennis Russell Davies sorgte am Donnerstag im Brucknerhaus bei Bachs monumentaler "Matthäus-Passion" für eine wortbezogene und damit aussagestarke Interpretation, bei der die Erzählung des biblischen Geschehens, die Reflexionen und dramatischen Einwürfe ein ausgewogenes Ganzes ergaben.

Der Linzer Jeunesse Chor und der Mozartchor des Musikgymnasiums, von Wolfgang Mayrhofer bestens einstudiert, sangen klangschön und sattelfest.

Das Bruckner Orchester vermittelte eine ausgefeilte barocke Klangrede. Als Gäste erhielten Tibor Pazmany, Philipp Sonntag (Continuo) und Eva Reiter (Gambe) Sonderapplaus. Das Solistenensemble: Michaela Selinger mit warm getöntem Mezzosopran; Eric Stokloßa als prägnanter Evangelist; Robert Holzer als würdevoller Jesus; ansprechend Christiane Oelze (Sopran) und Christian Zenker (Tenor). (zam)

Klatschen nach einer Passion?
Bachs „Matthäuspassion“ im Linzer Brucknerhaus

"Neues Volksblatt" vom 15.03.2008

Zum zweiten Mal dirigierte Dennis Russell Davies Bachs „Matthäus-Passion“ in Linz. Das Konzert Donnerstagabend hat gezeigt, dass er Erfahrungen und Erkenntnisse gesammelt hat. Der große Duktus durch das Zweieinhalbstundenwerk ist gelungen, die Tempi waren ansprechend, die Choräle vielfach sehr textbezogen interpretiert, sogar manche barocke Rhetorik erreichte die Zuhörer.

Dazu gab es aber auch sehr eigenwillige Vorgangsweisen: Kann man sich wirklich erlauben, Bach’s Partiturvorschriften zu verändern und Continuo-Anweisungen aus Chor I an Chor II delegieren? Auch im Schlusschor brach ein romantisierendes Temperament durch, und in den Solo-Violin-Partien war der süßliche, mit Starkstrom-Vibrato besetzte Ton nicht sehr passend.

Außer Fragen gibt es auch Fakten: Das gut besetzte Bruckner Orchester spielte sauber und engagiert. Die von Wolfgang Mayerhofer vorbereiteten Chöre erbrachten eine hervorragende Leistung an Deutlichkeit, Wendigkeit und Ausdruck. Von den Solisten sind hervorzuheben der junge Tenor Christian Zenker mit seiner barocken Gestaltung der Arien und Altistin Michaela Selinger, die sich um dieselbe Art bemühte. Hauptrolle in einer Passion ist der Evangelist, eine Art „theologischer Führer“ durch sie; Eric Stoßkola setzte mehr auf Schönklang und ausufernde Dramatik, die Einteilung des Textes in Szenen schien ihm fremd.

Der sehr gelungenen Programmeinführung hätte man hinzufügen können, dass nach einer Passion nicht geklatscht wird. (Rupert G. Frieberger)

Mit Chormusik quer durch Raum und Zeit
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 18.12.2007

Der "Linzer Jeunessechor" als kammermusikalische A-cappella-Formation erweist sich unter der Leitung von Wolfgang Mayr-hofer als hervorragendes Instrument. Er zeigte am Sonntag bei "Musica sacra" in der Linzer Minoritenkirche mit Meisterwerken europäischer Chormusik aus verschiedenen Epochen und Regionen sein großes Können.
Das dem Advent bzw. der Weihnacht angemessene Programm hat historische Epochen durchmessen, dabei ausgiebig das gegenwärtige Schaffen berücksichtigt und den Blick über die Grenzen der konsumorientierten Dauerberieselung hinausgeführt.
Hilfreich, sicher und genau geleitet überzeugte das Ensemble in heiklen Stimmführungen und schwierigen Akkorden.

Weihnachtsmusik
Die "Weihnachtsmusik aus der Renaissance" brachte wenig gängige Titel. Das "Marienlob" inspirierte u. a. Komponisten aus Österreich (Herwig Reiter), Litauen (Vytautas Miskinis) und England (John Tavener) zu musikalischen Höhenflügen. Unter "Weihnachtsmusik aus dem 20. Jahrhundert" haben Eric Whitacre (*1970) aus den USA und Trond Kverno (*1945) aus Norwegen mit stark Atmosphärischem viel Eindruck hinterlassen.
Die kunstvollen Sätze der "Weihnachtslieder aus Europa" vermittelten eine vergleichsweise lockere Stimmung, und die Wiedergabe zeigte, was aus Noten und Text herauszuholen ist. Bei "Romantischer Weihnacht" regierte vertrauter Wohlklang.
Zwei Chormitglieder haben sich auch als Instrumentalisten (Oboe, Flöte) vorgestellt. Insgesamt: Die 18 Chorwerke bekamen deutliches Profil aus Klang und Ausdruck. (zam)

Kollektiver Wohlklang
"Kronenzeitung" vom 18.12.2007

Bei einem Musica Sacra-Konzert in der Minoritenkirche wusste der Linzer Jeunessechor unter Wolfgang Mayrhofer seine Qualitätsgarantien wieder voll einzulösen und zeigte sich als edles Kollektiv wohlbestellten Chorklanges. Ein ausgeklügeltes Weihnachtsprogramm aus aller Zeit und Welt gipfelte in den mystischen Tiefen von John Taveners "Mother and Child" und in den luziden Höhen von Eric Whitacres "Lux aurumque". Der Flötist Wolfgang Rath und die Oboistin Theresia Haglmüller - beide auch Chormitglieder - sorgten mit Solomusiken für feine Intervention. NT

Adventkonzert der Sonderklasse
"Neues Volksblatt" vom 18.12.2007

W. Mayrhofers Jeunesse Chor in der Linzer Minoritenkirche

Eines der besten (leider nicht bestbesuchten) Konzerte der Reihe "Musica sacra" bestritt am Sonntag in der Minoritenkirche der Linzer Jeunessechor unter seinem Leiter Wolfgang Mayrhofer. Er hat es sich mit der Einstudierung nicht leicht gemacht, ein auffallend schwieriges Programm aus wenigen bekannten Stücken geboten und den Schwerpunkt auf jüngere internationale A-cappella-Chorliteratur gelegt.
Das bewährte, ausgezeichnete Ensemble konnte sich diese Herausforderung leisten. Es intonierte sicher, auch als zeitweise Bläserklänge von draußen irritierten, griff mit seiner Klangdisziplin spontan jede noch so feine dynamische Abstufung auf und beherrschte locker die Übergänge zu breiten Pianoflächen. Die anspruchsvolle Harmonik eines Vytautas Miskinis oder Eric Whitacre verlangte auch viel Musikalität und Stilgefühl von den jungen Stimmen, die - den Renaissance- und Romantik-Block des Programms eingeschlossen - mit ihrer Vortragskultur einen Höhepunkt nach dem anderen setzten. Der altgediente Flötist Wolfgang Rath und die 19-jährige Oboistin Theresa Haglmüller als neues Jeunessechor-Mitglied setzten dem ganzen Konzert instrumentale Glanzlichter auf. (Georgina Szeless)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 07.10.2007

Delikat, effektbewusst und handwerklich virtuos gearbeitete Kompositionen des Niederösterreichers Herwig Reiter (66) waren Basis für den umfassenden Erfolg des Jeunessechores unter Wolfgang Mayrhofer im Linzer Ursulinensaal. Die Stücke, welche nicht nur ohrenfreundlich klangen, garantierten aufgrund der geschickt ausgewählten und musikalisch pointiert umgesetzten Texte von Jandl, Nöstlinger, Fried, Wedekingd, Ringelnatz u.a. auch gelockerte Unterhaltsamkeit. Wunderbar kontrapunktierend zum Vokalprogramm die klangvollen Charakterstücke von Clemens Huber für Gitarre solo, welche der Komponist selbst zu Gehör brachte. (Balduin Sulzer)

"Krone"-Kritik
"Kronenzeitung" vom 25.05.2007

Musica Sacra-Konzert im Alten Linzer Dom mit Bachs h-moll-Messe - und die Bach-Freunde kamen auf ihre Rechnung! Denn der Linzer Jeunesse Chor war von Wolfgang Mayrhofer sorgfältig präpariert, das junge Solistenteam ohne Schwachpunkt und das Orchester Musica Sacra, in Solopartien mit dem barocken Instrumentarium und seinen Spieltechniken bestens vertraut, überraschte immer wieder mit klanglichen Qualitäten. Prasselnder Applaus! (Balduin Sulzer)

Linzer Jeunesse Chor: Tota pulchra
"Falter" vom 03.11.2006

Kirchenmusikalische Raritäten aus der Provinz, noch dazu teils solche des 20. Jahrhunderts, lassen vielleicht nicht unmittelbar eine überwältigende CD erwarten. Großer Irrtum! Der Linzer Jeunesse Chor unter Wolfgang Mayrhofer hat mit Bläsern des Linzer Musikgymnasiums und Organist Wolfgang Kreuzhuber sechs Frühwerke Anton Bruckners aus dessen Zeit im Stift St.Florian mit Stücken von Augustinus Franz Kropfreiter (1936-2003) kombiniert, der ebenfalls für das Chorherrenstift an der Weiterentwicklung sakraler Musik arbeitete.

Mit beeindruckender klanglicher Homogenität und atemberaubender Präzision bis ins leiseste Pianissimo sorgen die jungen Interpreten für eine Stunde Gänsehaut am Stück. (Carsten Fastner)

Schwerelos: Tota pulchra
"Linzer Kirchenzeitung" vom 14.09.2006

.....Wie kaum anders zu erwarten, gelingt dem Jeunesse Chor eine packende, feinfühlige, leichtfßige Interpretation, die den Charakter der Choralwerke optimal zum Klingen bringt. Klangqualität vom ersterbenden Piano bis zum polternden Forte, Textdeutlichkeit und Leidenschaft zeichnen den Jeunesse Chor unter der Leitung von Wolfgang Mayrhofer aus.

Von Bruckners "Tantum ergo" bis zu Kropfreiters "Magnificat für gemischten Chor und Bläser" reicht die Bandbreite der vorgestellten Werke. Der positive Gesamteindruck wird durch Josef Habringer (Tenor) und das Bläserensemble des Linzer Musikgymnasiums verstärkt.

Beeindruckend zum Abschluss: Wolfgang kreuzhuber an der Rudigierorgel im Linzer Mariendom. Kropfreiters "Dreifaligkeits- Triptychon für orgel" (aus dem jahr 1959) entwickelt sich bei ihm zur vollen Größe. (Elisabeth Leitner)

Liebestolle Viren in Bad Schallerbach
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 08.07.2006

Der Liebe in all ihren musikalischen Variationen war vergangenen Donnerstag der Linzer Jeunesse Chor im Rahmen des Internationalen Musiksommers Bad Schallerbach verfallen und steckte das Publikum trotz brütender Hitze mit dem bisweilen liebestollen Virus gehörig an.

Mit eleganter Leichtigkeit widmete sich Wolfgang Mayrhofer mit seinem Chor sinnlichen Freuden der Renaissance, wobei Thomas Morleys brennende Liebesherzen in "Fire, fire!" am zündendsten gelangen. Stimmungsvoll die romantischen Wald- und Weltentrücktheiten Heinrich von Herzogenburgs, Johannes Brahms' und Robert Schumanns, fein kontrapunktiert vom Pianisten Christoph Traxler, der speziell im Intermezzo op. 118/2 Brahms'sche Traumseligkeit versprühte. Der zweite Teil dann ein Potpourri aus alten Beatles-Schlagern, amerikanischen Songs von Gershwin und Berlin in ansprechend virtuosen Arrangements. So richtig in Fahrt kam dann der wie immer perfekt studierte Chor beim Ausflug ins moderne Wienerlied (Karl Hodina) bzw. beim Abstecher in die Gefilde des Austropop. (wruss)

ST. FLORIAN: Kostproben aus neuer CD
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 02.05.2006, von Franz Zamazal

Staunenswert treffsicher
Die Top-Position des "Linzer Jeunesse Chores" unter der gewissenhaften Leitung von Wolfgang Mayrhofer wurde beim Freitag-Konzert in St. Florians Sommerrefektorium deutlich bewiesen. Anlass war die Präsentation der CD "Tota pulchra" mit Werken von Anton Bruckner und Augustinus F. Kropfreiter (1936 - 2003).
Dabei kamen die hohen sängerischen Tugenden und das große gestalterische Können des Ensembles zur Geltung.

Ausgefeilte Klangkultur
Hervorzuheben sind dabei die klangliche Homogenität, die staunenswerte Treffsicherheit auch in heiklen Passagen, die vollkommene emotionelle Identifikation mit dem Werk und die ausgefeilte Klangkultur.
Anliegen der CD ist es, dem Verhältnis zwischen den beiden mit St. Florian verbundenen Komponisten - über ihre biografischen Fakten des künstlerischen Wirkens und Entfaltens hinaus - nachzugehen. Die einführenden Worte des OÖN-Musikkritikers Michael Wruss haben diesen Komplex herausgearbeitet.

Gewaltige Akkorde
Kropfreiter drückte seine Verehrung für den Vorgänger in "Tota pulchra" (1977) auch klanglich aus. In überzeugender Wiedergabe: zwei herbe Motetten (1977) und "Magnus es, Domine" (1989) mit gewaltig aufgeschichteten Akkorden.
Bruckner-Titel haben einige Facetten von dessen Entwicklungsgang aufgezeigt: zwei "Tantum ego" (1846/88), das selten gespielte "Libera me" (1854) und das "Tota pulchra" (1878), welches Bruckners Individualität und den seinerzeitigen Zeitgeist in einmaliger Weise zusammenführt. - Ein herrlicher Ausklang.

CD-Info: www.linzer-jeunessechor.at

Der Jeunesse Chor ist längst ein Spitzen-Ensemble (R.Winkler)

Prächtiger Chor, exquisite Solisten
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 08.04.2006

Hohe musikalische und gestalterische Qualitäten zeichnen den "Linzer Jeunessechor" (Leitung: Wolfgang Mayrhofer) immer wieder aus. Das kam auch am Freitag in der Linzer Minoritenkirche bestens zur Geltung. Plastisch und packend geriet die Wiedergabe von Joseph Haydns "Stabat Mater" (um 1767) dank bester Einstudierung und eines hervorragenden Solistenquartetts mit Opernqualitäten. Die klangvollen Stimmen von Gerlinde Illich (Sopran), Christa Ratzenböck (Mezzosopran) und Michael Nowak (Tenor) fanden im wohltönenden Bass von Lauri Vasar ihr Fundament. Das unermüdliche Streicherensemble, die beiden Oboisten und die souveräne Continuo-Gruppe haben Handlungs- und Emotions-Elemente mitgetragen. Die passende Einstimmung lieferten die "Responsorien zur Karwoche", vom exzentrischen Renaissancefürsten Gesualdo (1560-1613) und von Francis Poulenc, geschrieben 1938. Blendend gelang die Vermittlung dieses musikalischen Zeitsprunges. (fz)

Höchstleistungen mit Wohl- und Vollklang
"Neues Volksblatt" vom 08.04.2006

Jeunesse Chor bei „Musica Sacra“ Allen Anlass zur Freude und dies in einem Passionskonzert gab der Linzer Jeunesse Chor bei seinem jüngsten Auftreten am Donnerstag in der gesteckt vollen Linzer Minoritenkirche. Exakt in der Intonation und ausdrucksstark deklamierend, verströmte das Ensemble, das gerade seine neueste CD mit Bruckner- und Kropfreiter-Werken eingespielt hat, seinen Wohl- und Vollklang in A-cappella-Responsorien zur Karwoche von Carlo Gesualdo und Francis Poulenc. Wolfgang Mayrhofers von stilistischer Sicherheit getragenes Dirigat animiierte die junge Sängerschar zu Höchstleistungen; allein der wunderschöne Poulenc-Satz hätte Sonderapplaus verdient. Vor allem an Homogenität übertraf der Chor das Musica-Sacra-Orchester in dem Hauptwerk des Abends, Haydns „Stabat Mater“. Erfahrene Solisten trugen den Erfolg der Aufführung mit: Christa Ratzenböck und Lauri Vasar vom Landestheater, das einstige Jeunesse-Chor-Mitglied Michael Nowak und die koloratursichere Linzer Sopranistin Gerlinde Illich. Der Applaus war lang und heftig. G. Szeless

Vorbildliche Stimmkultur
"Oberösterreichische Nachrichten" vom 07.12.2005

Die Fortsetzung der "Musica sacra"-Adventreihe brachte Sonntag in der Linzer Minoritenkirche eine erfreuliche Begegnung mit dem "Linzer Jeunesse Chor" unter Wolfgang Mayrhofer.

Das Ensemble aus knapp drei Dutzend schönen, leicht beweglichen Stimmen konnte bei einem anspruchsvollen A-cappella-Programm seine Qualitäten deutlich vorstellen: Homogenität bis zum feinsten Pianissimo, an dem Bruckner seine Freude gehabt hätte, weiters Treffsicherheit, hohe Klangkultur auch bei Doppelchörigkeit und solistisches Können mehrerer Mitglieder.

Intensiver Kropfreiter
Auf den einen Gregorianischen Choral in sphärischem Raumklang folgten Gustostückerl von Palestrina und Barock-Meistern, wie selbstverständlich wirkend. Drei "O-Antiphonen" des Litauers Vytautas Miskinis (Jg. 1954) mit modernen Akkorden entfalten durch das Engagement des Chores eine starke Wirkung.

Hauptwerk des Konzerts war das intensiv gestaltete "Magnificat" von A. F. Kropfreiter für Chor und 15 Bläser. Die Wiedergabe der reschen Klänge gelang souverän, hinterließ nachhaltigen Eindruck. Die Gegenüberstellung der Vertonungen von "Tota pulchra es Maria" durch Bruckner und später durch Kropfreiter zeigte die große Verehrung des Ansfeldener Meisters durch den Jüngeren.

Bläser des Linzer Musikgymnasiums boten bei Kropfreiter sorgfältige Begleitung, und eine Sechser-Auswahl spielte zwischen den Chorstücken einige Barock-Sätze, damit die Erfordernisse von Adventmusik komplett waren.

Glänzender Jeunesse-Chor
"Neues Volksblatt" vom 06.12.2005

Er wurde oft gerühmt und mit Preisen bedacht: der Linzer Jeunesse-Chor unter Leiter Wolfgang Mayrhofer. Erneut unter Beweis gestellt haben sie ihre Qualitäten Sonntagabend beim Adventkonzert der Reihe "Musica Sacra" in der Linzer Minoritenkirche.

Für Mayrhofer stand dabei offenbar klangliche Perfektion im Vordergrund, erreicht durch eine kluge, dem Kirchenraum angepasste Dramaturgie, bei der der Chor nach Bedarf seine Aufstellung wechselte. So konnten sich die einzelnen Stimmen optimal mischen und zum größten Gleichklang finden.

Das schwierige Programm mit A-cappella-Werken alter Meister sowie von Mendelssohn-Bartholdy, Reger und Brahms, das hervorragend bewältigt wurde, verlangte viel Flexibilität und Einfühlungskraft von den jungen Sänger(inne)n. Insbesondere bei der Gegenüberstellung zweier "Tota pulchra es Maria"-Vertonungen von Bruckner und Augustinus F. Kropfreiter - Kostproben aus einer aktuellen CD-Produktion des Chores mit Werken beider Komponisten. Ein lupenreines Bläserensemble des Linzer Musikgymnasiums stand den Vokalisten adäquat zur Seite. Begeisterter Beifall in der randvollen Kirche. G.Sz.
     
 
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